DARUM CHIROPRAKTIK
Immer wieder hören Patienten, dass "eine verschobene Bandscheibe, aber momentan ist das Ganze noch nicht operationswürdig" die Ursache ihrer Beschwerden sei. In der Mehrzahl der Fälle jedoch sind es Fehlstände im Beckenbereich, welche muskuläre Strukturen derart überstrapazieren, dass wegen der sich einstellenen Muskelverkrampfungen oder knöchernen Fehlstellungen Schmerzen erscheinen. Und nach Beseitigung der vorgefundenen orthopädischen Fehlhaltungen mittels Chiropraktik nebst muskulärer Entspannung sind die Schmerzen sehr häufig wie weggezaubert - die verrutschte Bandscheibe liegt aber noch immer an der gleichen Stelle, der Schmerz ist aber nach kurzer Behandlung weg, und das, obwohl nichtoperative Maßnahmen wie Krankengymnastik oder Physiotherapie über längere Zeit praktiziert keinen Erfolg gebracht hatten.

Sensorischer Homunculus
Im Bereich der Gehinrinde (Cortex) gibt genaue Zuordnungen für alle sensiblen
(Sinneseindrücke) und motorischen (die Bewegung vermittelnde) Bahnen. Diese Zuordnungen sind genau definiert,
entsprechen ihrer Größe auf den Rindenfeldern jedoch nicht unbedingt dem Größenverhältnis in der Körperperipherie.
Die Abbildung zeigt den sensorischen Homunculus. Hier wurden auf dem Cortex (Gehirnrinde) die mit dem Gehirn
korrespon- dierenden Körperareale entsprechend ihres Anteils am Cortex eingezeichnet. Daher erscheinen die wahren
Größenverhältnisse, wie sie im Körper vorzufinden sind, stark verzerrt.
Schon im 19. Jahrhundert wurden diese Zusammenhänge erkannt, aber erst Forschungen in der Mitte des
20. Jahr- hunderts konnten diese Beobachtungen bestätigen und eine genaue Zuordnung nachweisen.
Der Begriff Homunculus (Menschlein) bezeichnet eigentlich den künstlich erschaffenen Menschen.
Aller Wahr- scheinlichkeit nach wurde dieser Begriff eher scherzhaft für die Namensgebung verwendet
Die "Knochenrenker" bemühen sich, eine andere Sichtweise zu Beschwerden zu gewinnen. Sie vergleichen die Beschwerden mit dem Normalzustand und versuchen, die Behandlung entsprechend zu gestalten, denn Krankheit entsteht im Regelfall von innen oder aufgrund starker externer Einwirkungen. Das Ziel des Chiropraktikers ist, die körpereigenen Regulationskräfte, welche stetig versuchen, den Zustand bestmöglicher Harmonie der Ebenen Körper, Seele und Geist – also Gesundheit – zu erhalten oder wieder herzustellen, wieder einzuschalten. Der Chiropraktiker optimiert durch Lösung der Blockaden das körpereigene Kommunikations- system, um das einwandfreie Funktionieren des Körpers und seiner Organe wieder zu ermöglichen. Die Zentrale dieses Selbstregulations- systems zur Optimierung der körperlichen Funktionen sitzt im Gehirn. Die Kommunikation zwischen Gehirn und Peripherie läuft immer in zwei Richtungen ab. Zum Einen sendet das Gehirn Steuerbefehle in entfernte Teile des Körpers, zum Anderen werden die Steuer- befehle aufgrund der Rückmeldungen aus der Körperperipherie generiert. Über sogenannte efferente (wegführende) Nervenbahnen werden Steuersignale des Gehirns zu den einzelnen Körperzellen / Gewebe / Organen geschickt. Da diese Befehle auf einem Istzustand aufbauen müssen, gibt es also noch eine afferente (hinführende) Nervenstrecke. Beide Kommunikationswege ziehen auf ihrem Weg zu ihren Empfängern durch Nervenschaltstellen – sogenannten Ganglien – hindurch. Ganglien sind Ansamm- lungen von Nervenzellkörpern im sogenannten peripheren Nervensystem. Wird der Informationsfluss in irgendeine Richtung gestört, leidet die Normalfunktion des gesamten Regelkreises – und mit ihr die Funktionsfähigkeit des angesteuerten Körperareals oder Organs. Verschiebungen der Wirbel und starke muskuläre Verspannungen führen zu Einschränkungen der Leitungsqualität dieser Kommunikationsstränge, die an der Wirbelsäule aus- und eintreten, und bewirken eine Veränderung der gesendeten Information. Aufgrund verfälschter Istzustandsmeldungen sendet das Gehirn nicht die adäquaten Steuerbefehle. Die Folge sind unbemerkte Fehlfunktionen von Zellen / Geweben / Organen bis hin zu heftigen gesundheitlichen Problemen und chronischen Erkrankungen. Der Körper vermag im Regelfall jedoch über lange Zeit, die Störung relativ symptom- oder schmerzfrei zu gestalten. Ab einem bestimmten Moment allerdings sind die körpereigenen Ausgleichsmöglichkeiten erschöpft, und ab diesem Zeitpunkt treten echte Beschwerden auf, die dann primär eher nicht Fehlstellungen der Wirbelsäule zugeordnet und daher meist nicht ursächlich behandelt werden.

Zentrales Nervensystem
Zwischen des Wirbeln treten die Nervenstränge, über welche die die jede Funktion von Zellen,
Geweben, Organen (auch Muskeln) gesteuert wird. Jeder austretende Nerv versorgt ein bestimmtes Körperareal und die sich in
diesem Areal befindlichen Organe (segmentale Glie- derung).
Die Nervenbahnen, welche über dem zweiten Brustwirbel
austreten versorgen das Herz, der Magen wird von den Bahnen über dem 6.Brustwirbel gesteuert, die Blase kommuniziert mit
dem Gehirn mittels der Nerven über dem dritten Lendenwirbel, usw..
Wirbelblockaden können die Leitfähigkeit der Nervenbahnen ganz empfindlich beein- trächtigen und Störungen im versorgten
Areal und seinen Organen hervorrufen - und dabei müssen nicht einmal Schmerzen an der Wirbelsäule zu spüren sein.
Der Mensch ist ein höchst kompliziertes Wesen. Störungen in einem Teilbereich sind oft nur Ausdruck für Regulationsblockaden in einem ganz anderen Bereich und spiegeln den Versuch des Organismus wider, das anfänglich gestörte Areal zu entlasten. Die strukturelle, biochemische (Bereich des Stoffwechsels der Zellen) und psychologische Ebenen des Menschen beeinflussen sich gegenseitig, daher können Störungen der physiologischen Ebene die psychische Ebene beeinträchtigen - und umgekehrt. Die moderne Medizin definiert und therapiert den Organismus vor allem über die materiell-strukturelle Ebene und stimmt die Therapieansätze daraufhin ab, indem z.B. mittels eines Pharmakons Körperzellen zu anderen Funktions- und Reaktionsweisen gezwungen werden. Die in den letzten Jahrzehnten immer stärker gewordene facharztorientierte Betrachtungsweise von Erkrankungen hat den strukturell-materiellen Aspekt auf ein einzelnes Organ oder Organbereich immer stärker werden lassen. Dabei geht aber die ganzheitliche Sichtweise der Erkrankungen verloren. Doch stellt sich die Frage, ob da nicht wichtige Aspekte der menschlichen Natur außer Acht gelassen werden? Ist dies vielleicht auch der Grund, warum die Unzufriedenheit bei einem Großteil der Bevölkerung wächst und wächst, und sich mehr und mehr Bürger wünschen, mit naturheilkundlichen / ganzheitlichen Verfahren behandelt zu werden? Die Chiropraktik ist für mich nicht die ganze Naturheilkunde. Sie ist für mich aber in den letzten Jahren zum bedeutendsten Heilverfahren geworden, weil sie die Regulationsmechanismen des Körpers in unheimlich schneller Zeit wieder einzuschalten vermag. Aber sie besitzt auch ihre Grenzen, daher verlasse ich mich nicht auf sie alleine und setze parallel dazu gerne andere Heilverfahren zur Optimierung der Selbstregulationskräfte ein. Ein Überblick zu den von mir bevorzugten Heilmethoden finden sie im Kapitel SCHWERPUNKTE.
Die Vergangenheit hat mir gezeigt, dass z.B. Blockaden der Kopfgelenke / oberen Halswirbelsäule die Psyche massiv verändern - bis hin zu Depressionen. Und etliche Mütter kommen mit ihren Kindern bei plötzlichen Verhaltensänderungen und Konzentrationsproblemen, um deren Atlas / obere HWS korrigieren zu lassen, damit sich die normale psychische Verfassung wieder einstellt.
Wenn fehlstehende Wirbel und Blockaden des Nervensystems Auslöser von Beschwerden sein können, könnte es dann nicht Sinn machen, durch regelmäßige Justierungen unbemerkte Blockaden zu lösen? Das wäre DIE MASSNAHME zur Erhaltung der Gesundheit!!
Techniken aus verschiedenen Chiropraktikformen erlauben zudem eine Korrektur orthopädischer Probleme bei Patienten jeden Alters. Und Kinder zu korrigieren, macht wirklich Spaß, weil sie aufgrund der Jungend normalerweise fantastisch reagieren!
Weitere, ergänzende Informationen und praktische Tipps gebe ich in der Sprechstunde.
Wichtig:
Inwieweit ich Fragen zu Krankheiten, deren Ursachen und Therapieansätze oder zu mir bekannten Therapeuten in Ihrer Wohnortnähe oder anderswo beantworte, lesen Sie bitte unter Große Bitte nach.Ich bedanke mich für ihr Verständnis.
Vorbeugen ist besser als Heilen.
(Aus Frankreich)

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