3 Faktoren sind für die Entstehung von Krankheiten enorm wichtig: 1.) Blockaden des Nervensystems, 2.) Mangelzustände und 3.) Gifte. Daher hinterfrage ich regelmäßig gewisse Erkenntnisse und Wahrheiten der konservativen Medizin, stelle meine eigenen, naturheilkundlichen Überlegungen dazu an und beschreite gerne völlig andere Therapiewege, um Licht ins therapeutische Dunkel zu bringen.

KLASSISCHE HOMÖOPATHIE

Geschichtliches

Diese Form der Homöopathie wurde vom Deutschen Arzt Samuel Hahnemann Ende des 18. Jahrhunderts erforscht. Mit der neuen Art der Medizin revolutionierte Hahnemann die Behandlungsmethoden der Medizin im ausklingenden 18. Jahrhundert. Damals brachte man z.B. reines Quecksilber auf die Haut auf, um Patienten von Krankheiten zu heilen. Heute wäre solch ein Therapieversuch undenkbar und würde mit Sicherheit Schadensersatzforderungen des Patienten nach sich ziehen. Unzufrieden mit den Heilmethoden seiner Zeit entwickelte Hahnemann diesen Therapieansatz und sah sich schnell starken Anfeindungen ausgesetzt.
Man versuchte sogar, seine Lehre als Scharlatanerie hinzustellen und beauftrage den Arzt Constantin Hering, das Therapiekonzept der Homöopathie beweisbar zu widerlegen. Constantin Hering tat sein Bestes. Er befasste sich intensivst (im Gegensatz zu vielen seiner Kollegen, die meinten, mittels ihrer medizinischen Autorität die Homöopathie als Unsinn abtun zu können) mit den Wirkprinzipien der Homöopathie. Er stellte eigene Versuche an und erkannte die Richtigkeit der Thesen Hahnemanns. Daraufhin entsagte Hering der bisher von ihm ausgeübten Medizin und wurde einer der größten Homöopathen überhaupt.

2
Samuel Hahnemann *1755 † 1843
Als Kind wurde Hahnemann stundenlang in ein dunkles Zimmer gesperrt, um "denken zu lernen". Heutzutage undenkbar. Die eigenartige Erziehungsmethode des Vaters hat aber offensichtlich Früchte getragen. Hahnemann kreierte ein einzigartiges Heilsystem, dessen Lehrbuch "Organon der Heilkunst" heute noch praktisch uneingeschränkt gültig ist. Medizinische Fachbücher heutzutage sind meist nach wenigen Jahren schon überholt.



Ein derartiges Verhalten wünschte man sich von Kritikern der Homöopathie heutzutage ebenfalls. Nicht immer reicht das im Studium vermittelte Wissen aus, um einen Sachverhalt oder eine Heilverfahren kompetent beurteilen zu können. Therapeuten jeglicher Couleur sollten ihre Kommentare zu Ihnen unbekannten Heilmethoden genauestens überdenken, denn in letzter Konsequenz kann ihre Äußerung dazu führen , dass Kranke von einer Heilmethode, die ihnen vielleicht hätte helfen können, Abstand nehmen.
Bei konservativen Medikamenten ist die medizinische Wirkung von einer ausreichenden Konzentration des Wirkstoffs im Blut und dem Ort der Wirkung abhängig. Und diese 'Weltanschauung' stellte Hahnemann mit seinem neuen Ansatz einer Behandlung auf den Kopf.

Die Medizin

In der Klassischen Homöopathie kommen Hochpotenzen, d.h. C-Potenzen oder Q-Potenzen (=LM-Potenzen) zum Einsatz. Die Ausgangssubstanzen für die Medizinen werden nach genauen Regeln immer wieder verdünnt und verschüttelt (=potenziert). In der Klassischen Homöopathie enthält die gegebene Dosis im Normalfall kein Atom der Ausgangssubstanz mehr (ab einer D23, C12), die Medizin ist also absolut frei von einer Wirksubstanz im eigentlichen Sinne.

2














Homöopathische Medizin
In der Klassischen Homöopathie kommen sehr gerne die Globulis zum Einsatz. Diese Kügelchen bestehen aus Milchzucker und schmecken leicht süßlich. Damit sind sie die "ideale " Medizin für Säuglinge und Kleinkinder.

Wir sind so geprägt, dass wir die Wirkung einer Arznei von der Dosis ihres Wirkstoffes abhängig machen. Aber da in diesen homöopathischen Medikamenten kein Wirkstoff mehr enthalten ist, muss die Homöopathie auf anderem Wege wirken. Die homöopathischen Mittel wirken nicht chemisch, sie wirken energetisch, und je höher die Potenz, desto tiefer ist die Wirkung der homöopathischen Medizin.

Wirkweise

A auf welche Weise genau Hochpotenzen wirken, wurde bis heute noch nicht schlüssig geklärt. Deswegen halten die Kritiker der Homöopathie diese Form der Medizin für Scharlatanerie, weil sie den energetischen Effekt nicht akzeptieren wollen und die Wirkung eines Medikamentes nur von der Materie abhängig machen. Es kann doch nicht sein, dass etwas um so besser wirkt, je weniger drin ist!, argumentieren Wissenschaftler. Doch wer nur nach der Materie sucht, kann auch nur die Materie finden und verstehen....
Doch was passiert nach der Einnahme des homöopathischen Medikamentes? Der energetische Impuls des Medikamentes erzeugt im Organismus eine 'Resonanz'. Dieser Impuls entspricht in seiner Charakteristik der Charakteristik der zu heilenden Krankheit. Er ist aber derart stark, dass er die Selbstheilungskräfte des Kranken aus ihrer 'Erstarrung' löst und so den Körper stimuliert, sich selbst wieder in Harmonie zu bringen.
Diese ordnende Kraft bezeichnete Hahnemann als Selbstheilungskraft. Sie ist immer aktiv und bewirkt z.B. dass ein Schnupfen von selbst wieder verschwindet. Bei chronischen Beschwerden kann die Selbstheilungskraft die innere Ordnung von selbst nicht wieder herstellen, deswegen zeigt der Kranke Symptome. In diesem Falle kann die (regelmäßige) Einnahme eines homöopathischen Medikamentes die Wiederherstellung des körperlichen Gleichgewichtes wieder anstoßen.
Höchstwahrscheinlich sind es elektromagnetische Phänomene, die dem Organismus den Heilungsimpuls vermitteln.

Wichtige Prinzipien

In der Klassischen Homöopathie verordnet der Therapeut meist nur EIN EINZIGES Mittel, welches die Gesamtheit der Symptome abzudecken vermag. Im Gegensatz zur konservativen Medizin gibt es bei einer Erkältung mit Kopfschmerzen, Ohrenschmerzen und Fieber nur ein einziges Medikament, im anderen Falle wären es mindestens zwei. Die Medizin der Homöopathie muss ganz individuell gewählt werden, denn für die Auswahl der Medizin ist für den Homöopathen vor allem die psychische Verfassung des Patienten wichtig.

2
Atropa Belladonna
Die Tollkirsche, eine Pflanze als Ausgangspunkt für ein homöopathisches Medikament. In der Übersetzung bedeutet Belladonna "die schöne Frau". Ein häufiges Heilmittel z.B. bei Fieber und Kopfschmerzen. Das Gift der Tollkirsche weitet u.a. die Pupillen und gibt Frauen ein sinnlicheres Aussehen.
Außerdem gibt es noch homöopathische Medizin u.a. aus dem Tierreich, aus der Welt der Mineralien und aus Krankheitsprozessen (= Nosoden).

Ein Beispiel: Bei Kopfschmerz nehmen viele Betroffene eine Kopfschmerztablette zur Beseitigung der Schmerzen. Die psychische Verfassung ist dabei völlig egal, denn die Konzentration der Wirksubstanz im Blut unterbricht auf chemischen Wege den Schmerzimpuls und deswegen tritt nach einiger Zeit die Schmerzfreiheit ein.

In der Homöopathie ist neben der Charakteristik des Schmerzes (wann gekommen?, wie ist der Schmerz?, wodurch wurde er ausgelöst?, wodurch wird er besser?) vor allem die Stimmung und Laune (gereizt, cholerisch oder weinerlich, etc.) wichtig und gibt neben der Schmerzcharakteristik (ziehend, stechend, drückend...) den letzten Ausschlag für das zu gebende Medikament.
Bei 10 verschiedenen Patienten mit identischen Kopfschmerzsymptomen können deswegen 10 verschiedene homöopathische Mittel zum Einsatz kommen. Stimmen die Schmerzcharakteristik und die psychischen Merkmale des Medikamentes mit der Gesamtsymptomatik des Patienten überein, wird das Medikament mit hoher Wahrscheinlichkeit die Selbstheilungskraft des Organismus stimulieren. Ist die Übereinstimmung aber nicht gegeben, wird eine Heilung sehr unwahrscheinlich sein. Im anderen Fall der allopathischen Medikation nehmen alle 10 Kopfschmerzpatienten das gleiche Medikament ein und bei allen wird es wahrscheinlich wirken.
Wichtig ist eine ausreichende Erhebung der Krankengeschichte mit der familiären Vorbelastung, denn nach Ansicht der Homöopathen gibt es vererbbare Krankheitsdispositionen (=Miasmen), die der Homöopath erkennen und behandeln muss, denn nur über Heilung derselben kann eine konstitutionelle Behandlung auf Dauer Erfolg haben.

Ist der Patient im Gleichgewicht, ist er weitestgehend gesund. Die Homöopathie vermag Krankheiten verschiedenster Naturen zu kurieren und den Patienten wieder ins Gleichgewicht zu bringen, solange die Lebenskraft des Patienten stark genug dazu ist, die Ordnung im Organismus wiederherzustellen und noch keine degenerativen Veränderungen vorhanden sind.
Die Homöopathie versucht eine Harmonisierung des Körpers zu erreichen. Dazu muss sie seine drei Ebenen kurieren: Seele, Geist und Körper, denn eine Krankheit manifestiert sich nach Ansicht der Homöopathen in den meisten Fällen nicht nur in einem Bereich. Die homöopathische Wirkung/Heilung beginnt in der Psyche anzusetzen. Daran schließen sich die anderen Bereiche des Körpers an und werden durch die Kraft der Homöopathie harmonisiert.
Der Harmonisierungsprozess macht die Betroffenen psychisch stabiler und usgeglichener, und im Laufe des Heilungsprozesses lässt auch die Intensität körperlicher Beschwerden langsam nach. Zuerst kommt eine Verdeutlichung der Symptome, anschließend tritt die Heilung langsam ein. Die Gesundung erfolgt nicht von Heute auf Morgen. Man muss pro Jahr der bestehenden Krankheit mit mind. 1-2 Monate Therapie rechnen.

Im Heilungsverlauf kommen 'Erinnerungen' an frühere Krankheiten wieder. Zum Beispiel taucht bei einem Asthmatiker seine vorher durchlebte Neurodermitis wieder auf und parallel dazu bessern sich die Atembeschwerden und verschwinden ganz, wenn sich alte Neurodermitissymptome wieder ganz deutlich zeigen. Nach dem Heilgesetz von Constatin Hering kommen diese Erinnerungen in umgekehrter Reihenfolge ihres Auftretens, dauern wesentlich kürzer und sind auch weniger heftig als bei ihrem ersten Erscheinen.

Unterschiede

Vergleicht man den Prozess der Krankheitsentwicklung mit einem Videofilm, so entwickelt sich die Krankheit mit der ihr eigenen Geschwindigkeit. Der Videofilm wird auf dem Rekorder abgespielt und die Handlung des Films entwickelt sich mit der Spieldauer. Doch an einem bestimmten Punkt wird die Taste, die die Bilder und Akteure des Films rückwärts laufen lässt, andauernd gedrückt. Jetzt kann man den Film rückwärts ansehen, aber die Abfolge der Bilder in der Rückwärtsbewegung ist deutlich schneller. Der Film kann auf diese Weise bis zu seinem Anfang zurück verfolgt werden.

2
Alexander Beydeman (1826 - 1869) - Die Homöopathie betrachtet die Sünden der Allopathie
Dieses Bild verdeutlicht sehr schön die konträren Positionen der Homöopathie und Allopathie. Doch selbst nicht für möglich gehaltene Heilerfolge mit Globuli bewegen viele nicht zu einem Umdenken - dann war es die Droge Therapeut oder der intensive Glaube, der zur Gesundung geführt hat...

Die Aufgabe der Homöopathie ist, diese "Rückwärtstaste" zu drücken, damit die Störung des Organismus möglichst bis zu ihren Wurzeln zurück aufgearbeitet werden kann.
Der Prozess der "Erinnerungen" zeigt uns sehr deutlich, dass durch eine unterdrückende Therapie die Symptome der Krankheit zwar beseitigt wurden, die Krankheit selbst aber nicht. Der Organismus des Asthmatikers beschäftigt sich mit der Krankheit auf der Ausprägungsstufe "Asthma" und zeigt die Symptome eines Asthmatikers.
Wird diese Ausprägungsstufe oder auch energetische Störung oder Imbalance auf ein weniger störendes Energieniveau oder geringere Imbalance des Organismus zurückgeführt, so hat sich zwar die Ausprägungsform der Krankheit verändert, aber die Krankheit selbst ist noch vorhanden. Sie produziert, da sie sich auf einer anderen Ebene befindet, nur andere Symptome. Das Wiederauftreten der alten Symptomatik beweist aber, dass die ernstere Symptomatik die Spätfolge einer einzigen Krankheit ist. Siehe auch Gedanken zur Gesundheit.

Sehr häugig verwechseln wir heute Krankheit mit Diagnose. Die Diagnose ist die Beschreibung der Krankheitssymptome aber nicht die Krankheit selbst. Wir kennen auch nicht verschiedene Gesundheiten, sondern nur eine Gesundheit, die innere Balance und Harmonie des Organismus bedeutet. Und genau so ist es mit dem Begriff Krankheit. Es gibt nur eine Krankheit, und die hat nur verschiedene Ausprägungen.
Mit der Klassischen Homöopathie besitzt der gut ausgebildete Homöopath ein Instrument, die Krankheit zurück bis zu ihren Wurzeln aufzuarbeiten. Das ist es, was wir unter Ganzheitlichkeit verstehen: Zu begreifen, dass es nur eine Krankheit mit verschiedenen Ausprägungsstufen gibt und es gilt, den Prozess des 'Immerkränkerwerdens' zu stoppen und im Idealfall umzukehren. Dieser Umkehrprozess ist nicht bei jedem Patienten zu realisieren, denn Heilungshindernisse gibt es zuhauf.

Doch die heilende Kraft energetischer Schwingungen -und nichts Anderes ist Klassische Homöopathie- darf nicht unter- aber auch nicht überschätzt werden, wie ich es bei gewissen Personen und auch TheapeutInnen, die nichts außer dem Heilverfahren "Klassische Homöopathie" gelten lassen, immer wieder bemerke. Bei Mangelsituationen bestimmter Nährstoffe kann die Homöopathie zwar einen Impuls zur Heilung geben, aber der Organismus kann mangels wichtiger "Betriebs- und Hilfstoffe" die nötigen biochemischen Reaktionen nicht vollständig ausführen.

2
Ausgansstoffe homöopathischer Mittel
Als Ausgangsstoffe dienen Substanzen aus den Pflanzen-, Tier-, Mineralienreich und auch aus Krankheitsprozessen.

Daher kann selbst bei Gabe des richtigen Konstitutionsmittels die gewünschte Harmonisierung bei Patienten mit einem ausgeprägten Vitalstoffmangel oft nur zum Teil erreicht werden, weil im Organismus die nötigen biochemischen (Definition siehe Seite gestörte Biochemie Reaktionen wirklich nur zum Teil ablaufen können. Dies betrifft z.B. auch die Bildung der Hormone, die nur unter ausreichender Anwesenheit der betreffenden Vitalstoffe in bedarfsgerechter Menge hergestellt werden können. Die Behauptung, dass durch die Gabe des richtigen Konstitutionsmittels eine hormonelle Dysbalance beseitigt wird, halte ich für sehr gewagt, denn es sind gerade chronisch Kranke -und hier vor allem der Personenkreis mit einer lebensbedrohlichen Krankheit-, die unter einem ausgeprägten Mangel der vielen kleinen Helferlein leiden.

Allgemein sehe ich es als höchst gefährlich an, Menschen von der Einnahme bestimmter Vitalstoffe abzuraten oder es sogar während der homöopathischen Behandlung zu verbieten. Siehe auch Lebenselixir Wasser und Kristallsalz und Orthomolekulare Medizin. Es gibt für fast alle Beschwerden eine homöopathische Medizin und in jedem Fall muss die Medizin sorgfältig und individuell ausgewählt werden.






Weitere, ergänzende Informationen und praktische Tipps gebe ich in der Sprechstunde.

Wichtig:

Inwieweit ich Fragen zu Krankheiten, deren Ursachen und Therapieansätze oder zu mir bekannten Therapeuten in Ihrer Wohnortnähe oder anderswo beantworte, lesen Sie bitte unter Große Bitte nach.
Ich bedanke mich für ihr Verständnis.

Sapere aude (lateinisch: Habe Mut, Dich Deines Verstandes zu bedienen) forderte Hahnemann immer wieder.
(Horaz)