GLOSSAR
Für viele Patienten ist es schwierig, medizinische Fachausdrücke richtig zu deuten, um den ihren Befund
richtig verstehen zu können. Auf dieser Seite finden Sie wichtige Fachbegriffe verständlich erläutert. In der Regel finden Sie auch
im Text der Unterseiten schon eine kurze Übersetzung zu den Begriffen

Weitere, ergänzende Informationen und praktische Tipps gebe ich in der Sprechstunde.
Ich bedanke mich für ihr Verständnis.
| Absatzerhöhung | Dient zum Ausgleich eines Beckenschiefstandes. Dieser entsteht vor allem durch Fehlstellungen der Beckenschaufeln. Durch die Absatzerhöhung wird im Idealfall erreicht, dass die Beckenschaufeln auf einer Höhe stehen und das Kreuzbein eine waagerechte Position einnimmt. Allerdings bleibt das Kreuzbein weiterhin verdreht. Die Fehlstellung der Hüft-, Bein-, Knie- und Fußgelenke wird mit der Abatzerhöhung allerdings nicht korrigiert. |
| Adjuster | mechanisches Gerät zum Adjkustieren mittels eines sanften Impules, der das Nervensystem zu Veränderungen anregt. Über den Adjuster werden Wirbel nicht aktiv an ihren angestammten Platz zurückgestellt. Dies erledigt das Nervensystem über eine Veränderung der Muskelspannung |
| adjustieren | korrigieren, regulieren, einstellen |
| Ätiologie | Beschäftigt sich mit der Ursache von Krankheiten |
| Aktivator | mechanisches Gerät, welches über einen zarten Impuls, der an der Wirbelsäule gesetzt wird, den Körper dazu motiviert, die Statik neu aufzubauen. Der Impuls ist nicht so stark, dass er aktiv den Wirbel auf seine richtige Position zurückstellt. Daher ist diese Methode ( = CIT) erstens praktisch gefahrlos und zweitens sehr gut für Säuglinge und (Klein)Kinder und auch für Patienten mit Osteoporose geeignet |
| Anamnese | Erhebung der Krankheitsgeschichte |
| Angina pectoris | Aufgrund Ablagerungen in den Herzkranzgefäßen kann der Herzmuskel nicht mehr ausreichend mit Blut und Sauerstoff versorgt werden. Die Leistungsfähikeit nicht nur des Herzens nimmt ab. Bei zu starker Unterversorgung mit Sauerstoff und Nährstoffen kann es zum Herzinfarkt kommen |
| Anus | Austrittsöffnung des Darms = After |
| Apoplex | Schlaganfall; kann entstehen wenn durch eine risikoreiche Korrekturtechnik (z.B. Chirotherapie nach Bischoff) aufgrund hoher Krafteinwirkung und extremer Kopfrotation blutversorgende Gefäße zum Gehirn geschädigt werden |
| Arteria vertebarlis | Arterie, welche innerhalb der Querfortsätze der Halswirbel verläuft und sauerstoffreiches Blut ins Gehirn transportiert. Besonders in der Chirotherapie besteht die Gefahr, dass die A.v. verletzt werden kann |
| Arthritis | Genksentzündung, akut oder chronisch. Oft durch orthopädische Fehlstellungen ausgelöst, in vielen Fällen unter Beteiligung eines gestörten Säure-Basen-Gleichgewichts |
| Arthrose | degenerative Veränderungen im Gelenk sind Kennzeichen einer Arthrose, oft mit starkem Verlust der Knorpelschicht. |
| Atlas | Der erste Halswirbel, der meiner Meinung nach bei Fehlstellungen Auslöser vieler (chronischer) Beschwerden sein kann. Die häufigsten Gründe dafür sind Unfälle, Geburt, sportliche Aktivitäten und auch kleine Ereignisse, die zwar etwas Kopfschmerzen verursachen, denen aber weiter keine große Bedeutung zugemessen wird |
| Autonomes Nervensystem | Der Teil des Nervensystems, der praktisch nicht durch den Willen beeinflussbar ist. Funktionen wie Herzschlag, Atmung usw. werden ganz automatisch geregelt |
| Axis | Der zweite Halswirbel. Zwischen erstem und zweiten Halswirbel ist im Gegensatz zu anderen Wirbelvebindungen keine Bandscheibe vorhanden. Die beiden Wirbel sind oft gegenläufig zueinander fehlgestellt, was die Stärke und auch den Reichtum an Symptomen bei Subluxationen erklärt |
| Beckenverwringung | Fehlstellung der Beckenschaufeln, wobei die Ilia nicht nur vorne/hinten gekippt, sondern auch seitlich gekippt und verdreht sein können |
| Bewegungssegment | Setzt sich aus 3 übereinander liegenden Wirbelkörpern zusammen. Hinzuzurechnen sind Gelenke, Nervengewebe- und Nervenstränge, Blut- und Lympfgefäße, Bänder und natürlich die Muskeln |
| Bioresonanz | Heilverfahren, welches über Schwingungen im feinstofflichen Bereich den Organismus heilen hilft. Hier werden gerne körpereigene Schwingungen abgenommen, durch das Behandlungsgerät moduliert und über Elektroden "zurückgeschwungen". Siehe auch Radionik |
| Blockade | Die gelenkige Verbindung ist in ihrer Funktion blockiert. Oft mit Beeinträchtigungen des Nervensystems. Stark verkrampfte Haltestrukturen können ebenfalls eine Blockade auslösen |
| Brustwirbelsäule | Besteht aus 12 Wirbeln mit jeweils einer dazwischen liegenden Bandscheibe als Pufferkissen |
| BWS | Brustwirbelsäule |
| cerebral | das Gehirn betreffend |
| cervical | die Halswirbelsäule betreffend |
| Chiropraktik | mit den Händen ausgeübtes Heilverfahren - so die Übersetzung. Es gibt verschiedene Techniken in der Chiropraktik. Eine vor allem für Kinder und Säuglinge interessante Korrekturtechnik ist die CIT. Die Chiropraktik verhilft dem Körper dazu, über die Regulation seiner Selbstheilungskräfte Beschwerden zu überwinden. Siehe auch Aktivator und CIT |
| Chiropraktiker | Bezeichnet einen Heilpraktiker, der als Chiropaktiker tätig ist. |
| CIT | Chiro-Instrument-Technik. Hier werden über ein Behandlungsgerät an der Wirbelsäule Impulse gesetzt. Diese werden vom Nervensystem aufgenommen, und so beginnt der Organismus sein orthopädisches System neu zu ordnen. Anfangs sind kürzere Behandlungsabstände vonnöten. Siehe auch Aktivator |
| CMD | craniomandibuläre Dysfunktion = eine Störung im Kiefergelenk. Das Kiefergelenk besitzt sehr viele Rezeptoren und kann bei Fehlstellungen (schlechter Biss) Störungssignale in die HWS und sogar bis ins Becken aussenden. Bei dem Personenkreis, der auf Korrekturen relativ schlecht anspricht ist in hohem Maße das Kiefergelenk gestört. Nach entsprechender Korrektur (z.B. Schiene) zeigt sich sehr oft ein besseres Ansprechverhalten der gesetzten Korrekturen. |
| Cox-Arthrose | degenerative Erkrankung des Hüftgelenks |
| CT | Computertomogramm. Bildgebendes Verfahren zur Darstellung von Körperstrukturen |
| D. Palmer | Begründer der Chiropraktik, Amerikaner |
| D.C. | Doctor of chiropractic. In den USA ist dies der Titel nach einem abgeschlossenem Studium der Chiropraktik. |
| Diskus | Bandscheibe |
| Degenerativ | krankheitsbedingte Veränderungen mit formalen, strukturellen u. funktionellen Abweichungen von der Norm |
| dorsal | den Rücken betreffend |
| Dysgnosie | Unfähigkeit Gelerntes wiederzugeben |
| Dyspraxie | Bezeichnet eine Koordinations- und Entwicklungsstörung |
| Erstanamnese | Erhebung der Krankengeschichte |
| Facettengelenk | kleines Wirbelgelenk, von denen es normalerweise 4 pro Wirbel gibt. Einerseits stabilisieren sie die Wirbelkörper in ihrer Position zueinander, andererseits sind ermöglichen sie auch die Beweglichkeit. |
| Foramen | Raum zwischen zwei Wirbeln. Austrittsbereich des Nervs |
| frontal | die Vorderseite betreffend | FSST | Full Spine Specific Technique. Technik, bei der Wirbelkörper aktiv repositioniert werden. Die CIT beruht auf einem anderen Wirkprinzip |
| Healthtalk | wörtlich übersetzt: Gesundheitsgespräch |
| Herzinfarkt | Aufgrund einer zu ausgeprägten Unterversorgung der Zellen des Herzmuskels kommt es zum Tod von Zellen des Herzmuskels. Die wenigsten Menschen überleben den dritten Herzinfarkt |
| HWS | Halswirbelsäule |
| Hyper | drückt immer ein Zuviel aus, meist als Vorsilbe gebraucht. Eine Hypermobilität ist eine übergroße Beweglichkeit |
| Hypo | Drückt immer ein Zuwenig aus. Eine Hypotonie ist ein zu geringer Blutdruck |
| Immobilität | nicht mehr fähig zur Bewegung |
| Indikan | Farbstoff; im Urin nachweisbar. Entsteht aufgrund von Fäulnisprozessen im Darm und deutet darauf hin, dass die Darmkeimzusammensetzung nicht mehr ganz in Ordnung ist |
| Innervation | Versorgung von Organen, Gelenken, Geweben, Muskeln usw. mit Nervengewebe |
| Instabil | Haltestrukturen können ihre angedachte Funktion nicht mehr erfüllen, weswegen Wirbel und Gelenke schneller aus ihrer richtigen Lage gleiten |
| justieren | siehe adjustieren |
| KIDD-Syndrom | Kopfgelenks Induzierte Dysgnosie und Dyspraxie. Symptomenbild geistiger und motorischer Einschränkungen aufgrund einer Fehlstellung der Kopfgelenke |
| Kinesiologie | Muskeltestverfahren, von Goodheart gegründet. Es gibt verschiedene Formen der Kinesiologie. Allen gemein ist, dass Stressfaktoren jeglicher Art eine Auswirkung auf den Tonus der Muskulatur besitzen und in bestimmten Muskeln eine "Verkürzung" hervorrufen, die als Ja- / Nein- oder als Gut- / Schlecht-Reaktion interpretiert wird. |
| KISS-Syndrom | Kopfgelenks Induzierte Symmetrie Störung. Beschreibt ein von der Schulmedizin nicht anerkanntes Symptomenbild, welches dadurch entsteht, dass die knöchernen Verbindungen zwischen Schädel und erstem Halswirbel sowie 1. und 2. Halswirbel aus dem Lot geraten sind |
| Kopfgelenke | Die knöchernen Verbindungen zwischen Schädel und Atlas bilden das erste Kopfgelenk, die zwischen Atlas und Axis bilden das zweite Kopfgelenk. Hier gibt es keine Bandscheiben. |
| KPU | siehe Kryptopyrrolurie |
| Krepitation | Das berühmte Knacken bei einer chiropraktischen Korrektur, das entsteht, weil der Flüssigkeitsfilm, der zur Stabilisierung der gelenkigen Verbindung beiträgt, in Form einer Gasblase platzt. |
| Kryptopyrrolurie | Stoffwechselanomalie, welche zu einem Defizit an bestimmten Vitaminen und Spurenelementen führen kann. Der Mangelzustand an bestimmten Mikronährstoffen kann Auslöser vieler chronischer Beschwerden sein |
| Kyphose | Krümmung der Wirbelsäule nach hinten |
| lateral | seitlich |
| Ligamentum | Band (lat.). Bei falschen Chiropraktiktechniken kann es zu Überdehnungen des Bandapparates mit Stabilitätsverlust der Gelenke kommen (ältere deutsche Chiropraktiktechniken, die heute noch gerne angewandt werden), in der modernen amerikanischen Chiropraktik ist die Gefahr nicht gegeben. |
| Lordose | Krümmung der Wirbelsäule bauchwärts |
| Lumbal | die Lendenwirbelsäule betreffend |
| LWS | Lendenwirbelsäule |
| Manipulation | Handgriff, Kunstgriff (lat.) |
| Medianus-Test | Test auf korrekten Durchfluss der Halsarterien zum Zwecke der ausreichenden Blutversorgung des Gehirns. |
| Mikronährstoffe | Umfasst die Betriebs- und Hilfsstoffe, die unser Körper braucht. Dazu gehören, Vitamine, Mineralien, Spurenelemente, Aminosäuren, Fettsäuren u.a.m. |
| Mobilisation | 'Beweglich machen', geht meist ohne Knacken vor sich. Hilft bei stark verkrusteten Strukturen, weil so die Korrektur leichter durchgeführt werden kann |
| Morbus Scheuermann | Rundrückenbildung im Bereich der BWS. Gar nicht so selten verbreitet. Über regelmäßige Eigenkorrekturen kann viel erreicht werden. |
| Morbus Bechterew | Degenerative Erkrankung der Wirbelsäule. Im Lauf der Jahre leiden die betroffenen Menschen immer mehr unter der Versteifung der Wirbelsäule und müssen bei Kopfdrehungen den ganzen Oberkörper mit bewegen. Natürlich ist auch das Bücken erschwert. |
| Morphologisch | die Gestalt betreffend. Die Morphologie ist die Lehre von der Form und Struktur der Organismen |
| MRT | Magnet-Resonanz-Tomographie. Bildgebendes Verfahren vornehmlich zur Darstellung weicher ( z.B. muskulärer) Strukturen |
| MS | Multiple Sklerose. Krankheit, die gekennzeichnet ist von einem Verlust der Funktion des Nervengewebes und entzündlichen Tendenzen im Bereich des Gehirns und Rückenmarks |
| Myogelose | Verhärtungen der Muskeln. Sie bauen sich innerhalb von Tagen wieder auf, wenn sie herausmassiert wurden. Der Grund ist ganz einfach: Die orthopädischen Fehlstellungen wurden nicht mit korrigiert. Daher bleibt die Überforderung des Muskels erhalten. Blockadenlösungen können auf Myogelosen äußerst positive Einflüsse besitzen |
| Nerv | Kommunikationsbahnen des autonomen und peripheren Nervensystems. Vom Gehirn kommend entspringen sie an der Wirbelsäule und werden hier als Spinalnerven bezeichnet. |
| Nervensystem | Es gibt im Bereich des Nervensystems mehrere Untergliederungen: Das zentrale N., das periphere N., das autonome N. und das somatische N., wobei die medizinisch getroffenen Abgrenzung nicht immer ganz sinnvoll sind. Wichtig ist zu wissen, dass über die verschiedenen Nervensysteme die Reize der Umwelt verarbeitet, Grundfunktionen des Körpers automatisch gesteuert und Aktionen willentlich durchgeführt werden. Die hierfür benötigten Komminikationswege besitzen im menschlichen Körper eine Gesamtlänge von über mehreren hunderttausend Kilometern(!). So wird verständlich, dass selbst kleine Blockaden enorme Auswirkungen auf Gesundheit und Wohlbefinden haben können, da sie in ganzen Körperarealen den Informationfluss und die Regulation stören können |
| Neuralgie | Nervenschmerz, oft in ein ganzes Gebiet ausstrahlen. Am bekanntesten dürft die Trigeminusneuralgie sein. Die Schmerzen des dreiastigen Gesichtsnervs haben Menschen schon in den Selbstmord getrieben. |
| Nucleus pulposus | Kern innerhalb der Bandscheibe |
| Occiput | Hinterhauptsknochen. Der unterste Knochen am hinteren Schädel. |
| Oedem | allgemeiner Begriff für eine Schwellung im Gewebe. Mögliche Faktoren können neben orthopädischen Faktoren z.B. Mikronährstoffdefizite sein. Wassereinlagerungen sind oft ein deutliches Indiz dafür |
| Orthograd | in normal physiologischer Stellung |
| Osteochondrose | Störung der chondralen Ossifikation, also der Umwandlung von Knorpel zu Knochen als Teil des normalen Wachstumsprozesses |
| Osteopathie | Heilverfahren, welches am Knochen (=osteon, griech.) durchgeführt wird. Die Osteopathie will auf sanftem Wege Verspannungen und Blockaden und die Selbstregulationskräfte im Organismus aktivieren. Ideal als Ergänzung zur Chiropraktik, alleine oft nicht ganz so wirksam wie gewünscht. |
| Osteophyt | degenerative, strukturelle Veränderungen in Form von knöchernen Ausläufern am Rand des Knochens |
| Palpation | Fachbegriff für Abtasten oder Erspüren |
| Parasympathikus | auch Vagus genannt. Teil des autonomen Nervensystems, der für Entspannung und Ruhe sorgt und die Verdauungsvorgänge forciert |
| Parästhesie | Fachbegriff für eine gestörte Wahrnehmung bzw. Sensibilitätsstörung. Eine Parästhesie kann gestörte nervale Strukturen aufgrund von Wirbelblockaden als Hintergrund aufweisen |
| Pfeiffersches Drüsenfieber | Durch das Epstein Barr-Virus hervorgerufen. Es erzeugt grippeähnliche Symptome |
| Physiologie | Lehre von physikalischen und biochemischen Funktionen eines Organismus |
| Phytotherapie | Behandlung mit Pflanzen und Pflanzenextrakten |
| Processus spinosus | Der Dornfortsatz in der Mitte eines Wirbels. Der Teil des Knochen, der genau mittig am Rücken erkennbar ist |
| Processus transversus | Der Querfortsatz. Der seitliche Fortsatz des Wirbels, an dem auch viele Muskeln ansetzen |
| Prolaps | Vorfall der Bandscheibe zur Seite oder mittig. Der seitliche Vorfall kann recht schnell dauerhaft auf einen Nerv drücken und so Schmerzen verursachen. Der mittige Bandscheibenvorfall in der LWS ist meist weniger tragisch, das in der LWS kein Rückenmark vorhanden ist und der Prolaps den Nerv einfach etwas zur Seite schieben kann. Die Schmerzen beruhen in diesem Fall auf anderen Hintergründen. Oft zeigt sich nach Lösung der ursächlichen orthopädischen Probleme eine Lösung des Schmerzes, obwohl der Prolaps noch vorhanden ist - eine für viele Betroffene wichtige Information, denn in vielen Fällen kann auf eine Operation verzichtet werden |
| Prophylaxe | Vorbeugung, um gewisse gesundheitliche Problematiken möglichst gar nicht aufkommen zu lassen. |
| Pseudoradikulär | Schmerz, der den Eindruck erweckt, als komme er von der Nervenwurzel, also von der Stelle, wo der Spinalnerv an der Wirbelsäule austritt |
| Radikulär | Stelle, wo die Wurzel eines Nervs an der Wirbelsäule austritt |
| Radikulitis | Entzündung der Stelle, wo die Wurzel eines Nervs an der Wirbelsäule austritt |
| Rektum | Mastdarm, ein Teil des letzten Darmabschnitts |
| Rezidiv | Rückfall (z.B. in ein altes Beschwerdebild) |
| Radionik / radionisch | Nach Edward Russell sool der menschliche Organismus auf Radiowellen als Träger aufmodulierter Heilwellen reagieren |
| Röntgen | Verfahren zur Darstellung von Körper- und Knochenstrukturen. Röntgenstrahlen können gefährliche sein |
| Rückenmark | Teil des zentralen Nervensystems, ist wie das Gehirn von schützenden Häuten umgeben. Über das Rückenmark kommuniziert das Gehirn mit allen Organen und Zellen.Die Nerven treten an der Wirbelsäule aus. Forschungen haben ergeben, dass schon ein Druck von 20g (!!!) auf den Nerv seine Leitfähigkeit bis zu 50% reduzieren kann. Angesichts dieser Zahlen wird verständlich, warum es wichtig ist, möglichst blockadefrei zu sein! |
| Sacrum | Das Kreuzbein, welches das Fundament der Wirbelsäule darstellt |
| Schlaganfall | siehe Apoplex |
| Sequester | Die verrutschte Bandscheibe drückt auf Nervenstränge im Rückenmarkskanal. Dies ist besonders tragisch in den oberen Bereichen der Wirbelsäule. Ab LW 1 hat das Verrutschen der Bandscheibe in Richtung Bauchraum normalerweise weniger heftige Konsequenzen, erst wenn hier der Vorfall so stark ist, dass der Diskus einen Nerv an die Wirbelsäule drückt, treten heftigste Beschwerden auf |
| Skoliose | Meist S-förmige Verkrümmung der Wirbelsäule. Als Hauptauslöser kommt eine Fehlstellung des Beckens in Frage. Natürlich gibt es noch weitere Faktoren |
| Somatisch | den Körper betreffend |
| Spastik | Muskelkrampf |
| Spinalnerv | Nerv, der dem Rückenmark entspringt; gehört zum peripheren Nervensystem |
| Spondyl | die Wirbelgelenke betreffend |
| Spondylolisthesis | Die Lendenwirbelsäule gleitet auf dem Kreuzbein bauchwärts. Werden dabei Nervenstränge in der LWS abgedrückt, treten extreme Schmerzen bis hin zur Immobilität auf |
| Spondylophyt | Knochenneubildung an der Wirbelsäule |
| Spondylose | Verschleiß der kleinen Facettengelenke am Wirbelbogen |
| Statik | Physikalischer Begriff, der sich mit dem Gleichgewicht von Kräften an Körpern befasst. Im Bauwesen betrifft es auch die Tragfähigkeit. Die Körperstatik sollte eine möglichst optimale Stellung der Gelenke zuwinander aufweisen, denn kleine Fehlstellungen können zu Belastungen des Gelenks nach sich ziehen |
| Status quo | der momentane Istzustand |
| Steilstellung | Beschreibt ein zu steiles Übereinanderstehen mehrerer Wirbel. Findet sich oft in der HWS und LWS |
| Subakut | sub = unter (lat.), also etwas weniger als wirklich akut |
| Subluxation | Der Begriff beschreibt in der Chiropraktik die gestörte Lagebeziehung zweier oder mehrerer Wirbel zueinander. oft reichen geringgradige Verschiebungen, um nervale Strukturen (und damit ihr uneingeschränkte Funktion) zu stören (siehe Kapitel 'Wirbelsäule') |
| Subluxationskomplex | mehrere zusammengehörige Subluxationen |
| Suboccipital | unterhalb des Occiputs, des Hinterhauptsknochens |
| Sympathikus | Teil des autonomen Nervensystem, der den Organismus auf Leistung trimmt. U.a. erfolgt dies durch eine Steigerung des Blutdrucks |
| Syndrom | das gleichzeitige Vorliegen verschiedener Symptome (= Krankheitszeichen) deren ätiologischer (= ursächlicher) Zusammenhang und Pathogenese (= Entstehung und Entwicklung) mehr oder weniger bekannt sind oder vermutet werden |
| TH+Zahl | von thorakal = die Brustwirbelsäule betreffend. Die Zahl hinter TH bezeichnet den betreffenden Brustwirbel |
| TTPT | Thompson Terminal Point Technik (etwa Klemmpunkt in der wörtlichen Übersetzung), ein chiropraktisches Verfahren mit einem kinetischen Impuls |
| Thorakal | die Brustwirbelsäule betreffend |
| Thorax | Der Brustkorb. Gebildet von der Brustwirbelsäule, Brustbein und Rippen. Die umgebende Muskulatur dient sowohl der Stabilisierung wie auch der Bewegung (z.B. beim Ein- und Ausatmen) |
| Tinnitus | Ohrgeräusche verschiedenster Art. Oft sind Blockaden der HWS ursächlich |
| TMG auch TMJ | Temeporo-Mandibular-Gelenk (Joint = Gelenk). Das os temporalis ist ein Schädelknochen, das os mandibulum ist der Kiefer. Fehlstellungen im TMG werden allgemein in ihrer Bedeutung unterschätzt |
| Torticollis | Der Schiefhals, bei dem es aufgrund einer Muskelspatik zu unkontrollierten Bewegungen des Kopfes kommen kann |
| toxisch | giftig |
| Trigger | knötchenförmiger Verkrampfungspunkt innerhalb eines Muskels. Bei Berührung oft sehr schmerzhaft. Verkrampfte Muskeln besitzen die Tendenz, orthopädische Strukturen aus ihrer richtigen Position in eine Subluxation zu zwingen. |
| Vagus | siehe Parasympathikus |
| Vertebra | Der Wirbel (lat.) mit seinen verschiedenen Elementen: Dornfortsatz, Querfortsätze, Wirbelbogen, Wirbelkörper, Gelenkfortsätze. Im Wirbel ist von oben betrachtet ein kleines Loch. Die Löcher der übereinander stehenden Wirbel bilden das Neurahlrohr, in dem sich das Rückenmark befindet und von der knöchernen Struktur der Wirbel geschützt wird |
| Vertebro-cardiales Syndrom | cardio = das Herz betreffend, vertebra = der Wirbel. Also Herzprobleme, die durch Wirbelblockaden ausgelöst werden. Aufgrund der segmentalen Gliederung des Körpers ist vor allem der Bereich um TH2 als verursachende Region ins Kalkül zu ziehen |
| Vertebro-pulmonales Syndrom | Pulmonal = die Lunge betreffend, vertebra = der Wirbel. Also Probleme der Lunge, welche über Wirbelsäulenfehlstellungen ausgelöst werden. Betrifft vor allem die Region um TH3. |
| Vertigo | Schwindel |
| viszeral | die Eingeweide betreffend |
| Wirbelbogengelenk | Kleine Gelenke der Wirbel, die einerseits stabilisieren, aber andererseits auch Bewegung ermöglichen. |
| Wirbelsubluxation | Die korrekte Lagebeziehung zweier Wirbel ist gestört. Mögliche Effekte auf Muskulatur, Gefäße und nerven sind möglich. |
Weitere, ergänzende Informationen und praktische Tipps gebe ich in der Sprechstunde.
Wichtig:
Inwieweit ich Fragen zu Krankheiten, deren Ursachen und Therapieansätze oder zu mir bekannten Therapeuten in Ihrer Wohnortnähe oder anderswo beantworte, lesen Sie bitte unter Große Bitte nach.Ich bedanke mich für ihr Verständnis.
Die Ärzte fangen gewöhnlich dann an Latein zu reden,
wenn sie mit ihrem Latein am Ende sind.
(Aus den 'Fliegenden Blättern', humoristisch-satirische Zeitschrift,
die von 1844 - 1944 in München erschien)

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