3 Faktoren sind für die Entstehung von Krankheiten enorm wichtig: 1.) Blockaden des Nervensystems, 2.) Mangelzustände und 3.) Gifte. Daher hinterfrage ich regelmäßig gewisse Erkenntnisse und Wahrheiten der konservativen Medizin, stelle meine eigenen, naturheilkundlichen Überlegungen dazu an und beschreite gerne völlig andere Therapiewege, um Licht ins therapeutische Dunkel zu bringen.

WAS IST KRANKHEIT?

Der menschliche Organismus versucht in jeder Sekunde seines Lebens, sein Gleichgewicht aufrecht zu erhalten. Im medizinischen Sprachgebrauch wird dieser Zustand des Gleichgewichts als Homöostase bezeichnet. Gelingt dies, sind und bleiben wir gesund. Krankheit jedoch ist der vergebliche Versuch des Organismus, das gesundheitliche Ungleichgewicht im Organismus zu beseitigen und wieder in Harmonie zu gelangen, die Homöostase wieder herzustellen.

Bequemerweise gehen die meisten Kranken den einfachen und damit auch meist den für sie kostengünstigen Weg: Sie nehmen allopathische Medikamente ein, um ihr(e) Krankheitssymptom(e) möglichst schnell zum Verschwinden zu bringen. Der Terminus "Allopathie" wurde von Samuel Hahnemann, dem Begründer der Homöopathie, eingeführt, setzt sich aus 'allos = anders' und 'pathos = Leiden' zusammen, und dient heute mehr oder weniger als Synonym für die Behandlung mit schulmedizinischen Medikamenten. Dabei ist es in der allopathischen Behandlung egal, ob es sich beispielsweise um eine akute Entzündung oder um eine chronische Krankheit handelt. Hauptsache, der gewünschte Effekt der Symptomfreiheit zeigt sich möglichst schnell. Allerdings ist allopathischen Produkten ein Merkmal gemeinsam: Sie beseitigen kraft ihrer Substanzwirkung die Symptome der Krankheit, indem sie die vom Körper ganz automatisch gewählte Art und Weise, der Krankheit zu begegnen, unterdrücken.

Im Kapitel Säure-Basen-Haushalt beleuchte ich diesen Punkt intensiver anhand des Symptoms Sodbrennen und weise die mögliche Konsequenz seiner Unterdrückung durch die Einnahme von Säureblockern auf.

Doch die stetige Missachtung und Unterdrückung der körpereigenen Strategie zur Beseitigung einer inneren Störung zeigt nach Ansicht der Naturheilkundler auch negative Auswirkungen. Die alternativen Therapeuten - und hier besonders die Klassischen Homöopathen - sind der Meinung, dass der Beseitigung einer Krankheit mit rein allopathischen Präparaten (Antibiotika, Cortison u.a.m.) später eine schwerere Krankheit nachfolgen kann. Das Fortschreiten der Krankheit lässt sich in der häufig identischen Krankheitsabfolge bei vielen Kindern beobachten:

Es beginnt mit Infektionen, die jedesmal innerhalb kürzester Zeit nach einer Antibiotikagabe verschwinden. Nach diesen häufigen Antibiotikagaben kommen erste leichte Ekzeme der Haut. Hier hilft das gezielte Auftragen spezieller Salben. Später werden leichte Cortisonprodukte eingesetzt, und irgendwann wird die Diagnose Neurodermitis gestellt. Auch für die jetzt verrückt spielende Haut gibt es geeignete Substanzen, um den Juckreiz und die Erscheinungen auf der Haut auszuradieren. Nach einer geraumen Zeit sind Facharzt und Eltern glücklich, denn der Zustand der Haut hat sich wesentlich gebessert. Doch taucht im Laufe der Zeit häufig ein neues Problem auf: Das Kind hat Atemprobleme bekommen; die neue Diagnose lautet: "Asthma bronchiale " - anfallsweise Atemnot und generelle Schwierigkeiten mit der Atmung.

An dieser Krankheitsabfolge können wir erkennen, dass sich die Krankheit von einem weniger wichtigen Organ auf ein immer wichtigeres Organ verlegt hat: Von den Mandeln auf die Haut und von der Haut auf die Lunge.

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Naturheilkunde und konservative Medizin besitzen im Regelfall total konträre Behandlungsansätze. Für Betroffene ist es oft sehr schwierig, die Kehrseite der Medaille zu erkennen. Doch die Pflicht, sich genauestens über die verschiedensten Aspekte einer Erkrankung und der verschiedenen Möglichkeiten zur Therapie und mit ihr verbundenen Konsequenzen zu informieren, kann ihnen niemand abnehmen.

Für Klassische Homöopathen ist solch ein Verlauf in der Praxis immer wieder zu beobachten. In seinem Buch 'Organon der Heilkunst' (organon = Werkzeug; altgriechisch) beschreibt der deutsche Arzt Samuel Hahnemann ausführlich den Mechanismus, wie Krankheiten aufeinander aufbauen (Dieses Buch erschien Ende des 18. Jahrhunderts und ist bis heute noch uneingeschränkt gültig. Von welchem anderen medizinischen Standardwerk kann das noch behauptet werden?!).

Nach Gabe der richtig gewählten homöopathischen Medizin erwartet der Homöopath im Laufe der Behandlung eine Besserung der asthmatischen Beschwerden, und parallel dazu wird die zuletzt durchgemachte Krankheit, die Neuro- dermitis, wieder erscheinen. Und mit der Besserung der Neurodermitis werden sich die noch früher aufgetretenen Erkältungssymptome wieder bemer- kbar machen. Weitere Informationen siehe im Kapitel zur Klassischen Homöopathie.

Daraus lässt sich erkennen, dass Krankheiten wirklich aufeinander aufbauen und mit der Wahl der richtigen Heilmethode auch wieder bis zum Ursprung zurück geheilt werden können, wenn keine degenerativen Veränderungen oder andere Heilungshindernisse vorliegen. Aber leider konnte sich diese Erkenntnis bei einem Großteil der Bevölkerung noch nicht durchsetzen, deswegen nimmt dieser kritiklos Symptom unterdrückende Medikamente ein, ohne sich der Konsequenz einer Symptomunterdrückung bewusst zu sein. Nach der Ursache der (chronischen) Krankheit wird in den seltensten Fällen gefragt. Die Gründe können mannigfaltig sein. Am häufigsten sind Probleme der Wirbelsäule, Gelenksfehlstellungen, Mangel an Biostoffen der Orthomolekularen Medizin (Vitamine, Aminosäuren, Mineralien, Spurenelemente), psychische Ursachen, usw....

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Rodin - The Thinker (der Denker)
Der deutsche Arzt Hahnemann wurde als Kind in ein dunkles Zimmer gesperrt, um denken zu lernen. Als scharfer Analytiker schuf er in späteren Jahren das System der Klassischen Homöo- pathie. Solche Leistungen muss man als Normalsterblicher nicht vollbringen, doch man sollte alles daran setzen, sich bestens zu informieren, um viele Aspekte der Therapiealternativen bedenken zu können.

Erst wenn der Druck durch das eigene Leiden zu groß geworden ist, beginnen einige Kranke, ihr Bewusstsein und ihre Einstellung zur Krankheit zu überdenken und der Ursache der Krankheit auf den Grund gehen zu wollen. Doch lässt sich in vielen Fällen das Rad der Zeit nicht zurückdrehen, und die Krankheit nimmt unbeirrbar weiter ihren Lauf. Wenn alles zu spät ist und sämtliche konservativen Methoden ausgereizt sind, soll die Naturheilkunde helfen - und das in kürzester Zeit. Doch so einfach ist es nicht. Was über (viele) Jahre entstanden ist, bedarf auch mit den Methoden der Naturheilkunde einer langen Zeit der Wiederherstellung und Harmonisierung, sofern dies überhaupt noch möglich ist.

Viele Methoden der konservativen Medizin sind heutzutage sehr spezialisiert und aus dem medizinischen Alltag nicht mehr weg zu denken, weil sie unverzichtbar geworden sind. Doch ist es in jedem Falle nötig, mit "Kanonen auf Spatzen zu schießen"? Sicher nicht! Ein bewusster Umgang mit dem wichtigsten Gut - der Gesundheit - ist schon in frühen Jahren wichtig. Dazu gehört, sich selbst zu informieren und sein Wissen und Bewusstsein zu erweitern, um sich in Zusammenarbeit mit einem naturkundlichen Therapeuten dem Organismus Gleichklang und Harmonie - also Gesundheit - zu erhalten.




Weitere, ergänzende Informationen und praktische Tipps gebe ich in der Sprechstunde.

Wichtig:

Inwieweit ich Fragen zu Krankheiten, deren Ursachen und Therapieansätze oder zu mir bekannten Therapeuten in Ihrer Wohnortnähe oder anderswo beantworte, lesen Sie bitte unter Große Bitte nach.
Ich bedanke mich für ihr Verständnis.

Einer neuen Wahrheit ist nichts schädlicher als ein alter Irrtum.
Johann Wolfgang von Goethe (1749-1832)