3 Faktoren sind für die Entstehung von Krankheiten enorm wichtig: 1.) Blockaden des Nervensystems, 2.) Mangelzustände und 3.) Gifte. Daher hinterfrage ich regelmäßig gewisse Erkenntnisse und Wahrheiten der konservativen Medizin, stelle meine eigenen, naturheilkundlichen Überlegungen dazu an und beschreite gerne völlig andere Therapiewege, um Licht ins therapeutische Dunkel zu bringen.

KINDER-CHIROPRAKTIK

Chiropraktik bei Kindern? Muss das sein? - könnten sich viele Eltern fragen. Bei einem zarten, kindlichen Körper die Anwendung von Gewalt – nicht vorstellbar und weder von Eltern noch von mir gewünscht. Daher verwende ich im Regelfall andere Techniken zur Justierung der kindlichen HWS. Diese Techniken kommen ohne einen zielgerichteten Impuls aus, bewegen den Körper aber trotzdem dazu, die Statik zu verändern. Dies sind die Techniken, wie ich sie nach der Beschreibung des allgemeinen chiropraktischen Prinzips aufgeführt habe. Mein persönlicher - wie auch der der Kinder - Favorit ist die Chiro-Instrument-Technik.



Die Chiropraktik mit den Formen, wie ich sie ausübe, ist keine Heilmethode, bei der rohe Gewalt ausgeübt wird.


Prinzipiell erfolgt die Korrektur in der Full-Spine-Technik (durch einen Impuls wird der ganze Wirbel bewegt) in zwei Schritten:

1.) Vorspannung
2. )zielgerichteter Impuls

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Migräne-Therapie im alten Ägypten
Selbst Kinder haben schon Migräne oder heftige Kopfschmerzen. Im alten Ägypten hat man Betroffenen ein kleines Krokodil mit Kräutern im Maul auf den Kopf gebunden.
Moderne Chiropraktik setzt an den Ursachen an. Gerade Kinder reagieren hierauf besonders gut.

Nach der Vorspannung erfolgt ein zarter Impuls, der weder von Erwachsenen noch von Kindern als belastend empfunden wird. Natürlich knackt es auch bei Kindern, wenn die Gelenkflächen der Wirbel voneinander getrennt werden. Das Knacken – Krepitation genannt – entsteht, wenn der Flüssigkeitsfilm. der mit seinem Vakuum die Gelenksflächen besser aneinander haften lässt, sich in Form einer Gasblase auflöst. Gleiches passiert, wenn die Fingergelenke auseinander gezogen werden oder auch beim Abknicken / Rotieren des Fußgelenks, wie es jeder schon einmal selbst erfahren hat.

Sowohl Jungen wie Mädchen nehmen das Knacken ganz sportlich auf und sind teilweise richtig begeistert, wie das scheppert. "Cool" ist einer der Ausdrücke, die Kinder am häufigsten gebrauchen. Werden Geschwister in einem Termin gemeinsam behandelt, entsteht zwischen ihnen fast ein Wettstreit, bei wem es mehr knackt.
Ich darf es noch einmal betonen, der auf Kinder ausgeübte Druck ist nur ganz zart. Die Haltestrukturen bei Kindern sind noch nicht so stabil und fest wie bei Erwachsenen, daher reicht in der Regel ein ganz zarter Impuls zur Korrektur.
Gerade Kinder gehören nach meinem Dafürhalten zu dem Kreis der Personen, die am meisten von chiropraktischen Behandlungen profitieren, denn die Wirbelsäule als Beschwerden verursachendes Organ wird nur allzu sehr vernachlässigt.

Die Sakrooccipitaltechnik

Die SOT als sanfte Form der Chiropraktik nützt die Beziehung zwischen Kreuzbein (os sacrum) und Hinterhauptsschädel (Occiput). In der SOT werden sanfte Impulse gesetzt. Ziel ist es, durch die Mobilisierung der Selbstheilungskräfte den Organismus dazu zu bewegen, seine Statik neu zu ordnen. Begründner dieser Form der Chiropraktik waren Dr. Bertrand de Jarnette und Dr. Goodhard, welcher später mit dem Wissen aus der SOT die Kinesiologie (Muskeltestverfahren) begründete. Die SOT benützt eine genau definiertes Test- und Therapieverfahren ohne Krafteinwirkung auf knöcherne Strukturen.

Die Craniosakraltherapie (CST)

Die Craniosakraltherapie gehört zu den sanftesten manuellen Therapien. Sie geht davon aus, dass durch Veränderungen der richtigen Lage der Wirbel zueinander der Kreislauf des Liquors (Gehirnflüssigkeit) zwischen Gehirn und Becken gestört wird und so gesundheitliche Störungen auftreten können.
Die CST hilft dem Körper, seine Selbstheilungskräfte zu aktivieren, indem der Bewegungsapparat entspannt und mobilisiert wird. Die Mobilisierung erfolgt durch Halten der einzelnen Griffe – oft über mehrere Minuten. Die Korrektur erfolgt also ohne Impulse.
Die Craniosakraltherapie ist ein Teil des Gesamtsystems der Osteopathie (os = Knochen, pathos = Leid, Krankheit), die sich in die Disziplinen aufteilt
  • Craniosakraltherapie zur Regulierung des zentralen Steuerungssystems des Körpers
  • Viszerale Osteopathie zur Therapie der inneren Organe
  • Parietale Osteopathie zur Behandlung des Meskel- und Gelenksystems
Osteopathische Techniken sind nach meinem Dafürhalten eine wunderbare Ergänzung zur Chiropraktik.

Die Chiro-instrument-Technik (CIT)

Bei Säuglingen oder Kleinkindern findet die Full-Spine-Chiropraktik praktisch keine Anwendung. Hier verwende ich Griffe und Techniken aus der Sakro-Occipital Technik (SOT), Osteopathie oder Chiro-intstrument-Technik (CIT).
Etwa 70% der praktizierenden amerikanischen Chiropraktiker nutzen eine Aktivator-Methode, wo sie mit AMCT (Aktivator Methode Chiropraktik Technik) bezeichnet wird. In Deutschland hat sich die Bezeichnung CIT eingebürgert. Diese Form der Chiropraktik basiert auf einem genau definierten Test- und Korrektursystem, um einerseits Fehlstellungen zu identifizieren, den Korrekturpunkt zu lokalisieren und nach erfolgter Behandlung zu überprüfen, ob der durch den Aktivator gesetzte Impuls am Behandlungspunkt vom Nervensystem aufgenommen wurde.
Das Ziel der CIT ist es nicht, einen Wirbel oder anderen Knochen durch den Aktivatorimpuls auf seine richtige Stelle zu SCHIEBEN, vielmehr vermittelt der kurze Impuls Informationen an das Nervensystem, welches auf diesem Wege dazu motiviert wird, die Strukturen des Körpers neu zu ordnen bzw. aufzubauen.

Der vom Aktivator ausgelöste Impuls ist sehr zart und kann schon bei neugeborenen angewandt werden. Es gibt Aktivatoren in verschieden Größen, daher können vom Säugling bis zum Senior wirklich alle Personen behandeln werden. Und das völlig gefahrlos, denn die Krafteinwirkung ist so minimal, dass knöcherne Strukturen keinen Schaden nehmen können.
Zur Behandlung eines Kleinkindes entspricht die Kraft, welche vom Aktivator auf den Wirbel ausgelöst wird, ungefähr der Kraft, die ein 10-Cent-Stück, welches von einer Höhe von 5 cm auf auf die Haut waagerecht aufprallend ausübt. Es kommt ja nicht darauf an, den Wirbel an seine richtige Stelle zurückzuschießen, vielmehr soll der Aktivator durch die Schnelligkeit des Impulses auf das Nervensystem einwirken.

Gefahren für die Halswirbelsäule (HWS)?

Auch wenn liebe Mitbürger meinen, vor der Chiropraktik warnen zu müssen, die Gefahr liegt nicht in der chiropraktischen Behandlung (siehe CIT, SOT, moderne amerikanische Chiropraktik), die Gefahr liegt in den kleinen täglichen Unfällen, denen keine große Bedeutung zugemessen wird.
Mit etwas Pech kann der Leidensweg eines Kindes schon mit der Geburt beginnen. Selbst bei einer normalen Geburt kann der Sitz der Halswirbel leiden, bei Kaiserschnitten oder Zangengeburten ist meiner Meinung nach die Gefahr der Schädigung der Halswirbelsäule sehr hoch.

Der Kopf des Kindes ist im Vergleich zum Körper überdimensioniert und kann von den Haltestrukturen der HWS erst mit ca. 3 Monaten angehoben und mit etwa 6 Monaten oben gehalten werden. Wegen der geburtlichen Schwäche der Muskulatur und der von der Natur gewollten Verschiebbarkeit knöcherner Elemente kann der Zug am Körper des Kindes bei Kaiserschnitt oder Zangengeburt Fehlstellungen der oberen HWS hervorrufen. Dies wurde mir in dem Moment bewusst, als ich im Fernsehen eine Kaiserschnittgeburt sah:
Das Baby wurde mit den Füßen voran aus dem Bauch geholt. Doch dann legte sich die Bauchdecke um den Hals, baute einen offensichtlich deutlichen Widerstand für das Hindurchgleiten des Kopfes auf und brachte den Geburtsvorgang ins Stocken. Da half nur ein etwas noch kräftigerer Zug, der letztlich mit einem deutlichen Plopp von Erfolg gekrönt war, nachdem der Kopf des Säuglings gegen den Widerstand der sich schließen wollenden Bauchdecke aus dem Bauch gezogen wurde.
Kaiserschnitt und Zangengeburten sind unnatürliche Geburtsvorgänge. Bei einer normalen Geburt schiebt der Körper des Säuglings den Kopf nach außen. Hier kann durch Unterstützen des Kopfes ein Verstellen von Halswirbelpositionen aufgrund der Schwerkraft verhindert werden. Bei Kaiserschnitt und Zangengeburten wirken durch einen Zug an Körper bzw. Kopf so große Kräfte an der Halswirbelsäule, wie sie die muskulären Strukturen nicht abfangen / ausgleichen können.
Die häufige Konsequenz: Blockaden der HWS. Daher beurteile ich die Entwicklung in gynäkologischen Bereich hin zu vermehrten Kaiserschnittgeburten äußerst skeptisch! Das medizinisch Bequeme muss nicht das medizinische Sinnvolle sein.
Aspekte, die den Bereich der Psyche und der Weigerung des Säuglings, zu einem nicht von ihm gewollten Termin auf der Geborgenheit und der Sicherheit der Mutter entrissen zu werden, betreffen, wollen wir hier nicht weiter erörtern.

Doch auch nach der Geburt sind Kinder mannigfaltigen Gefahren, die zu HWS-Blockadenführen können, ausgesetzt:
  • Plötzliches nach hinten oder zur Seite Fallen des Kopfes aufgrund der Unachtsamkeit von Eltern, Geschwister, Verwandten usw.
  • Fallen des Kindes von Couch, Wickeltisch, Dreirad, Schaukel etc.
  • Hinfallen auf den Kopf bei den ersten Laufversuchen oder beim Spielen
  • Anstoßen des Kopfes beim Laufen
  • (unvorbereiteter) Ballkontakt am Kopf; das Kind fällt dabei vielleicht sogar um
  • die Rolle vorwärts im Turnunterricht
  • der Zweikampf im Sport
  • ein schwerer oder mehrere leichtere Unfälle verschiedenster Art
  • u.a.m.
    Die Liste könnte beliebig fortgesetzt werden.
Die Auswirkungen einer blockierten HWS habe ich auf den Seiten Atlaskorrektur und ADS/ADHS und Legasthenie ausführlich beschrieben. Und ein blockierter Atlas / blockierte HWS kann auch zu einer Kryptopyrrolurie oder Mikronährstoffmangel, dessen mögliche Auswirkungen (nur eine Auswahl) ich auf der Seite Orthomolekulare Medizin beschrieben habe.

Als Elternteil wird Ihnen vielleicht die eine oder andere Situation – wie oben beschrieben oder ähnlich – vor ihrem geistigen Auge erscheinen. Da dürfte es Ihnen wie fast allen Eltern ergehen. Es gibt eine chriopraktische Studie mit einem Ergebnis, das betroffen macht:

Über 80% der 6-jährigen Kinder besitzen eine Atlasblockade. 4 von 5 Kindern haben zum Zeitpunkt ihrer Einschulung eventuell ein Problem mit der Durchblutung des Gehirns oder vielleicht einen Mikronährstoffmangel aufgrund von HWS-Problemen. Einer der beiden Faktoren kann schon reichen, um die geistigen Fähigkeiten deutlich zu reduzieren. Warum das Kind in einigen Bereichen exzellente Leistungen erbringen kann, in anderen jedoch trotz eifriger Paukerei und Willensanstrengungen kläglich versagt, bleibt vielen Eltern ein Rätsel. Hier könnte ene Korrektur der HWS die Weichen für die zukünftige Entwicklung stellen.


Und hier könnte eine Untersuchung der HWS-Strukturen eventuell Klarheit verschaffen. Und sie könnte auch Klarheit verschaffen, warum z.B. eine alleinige homöopathische Behandlung über längere Zeit nicht zum Erfolg geführt hatte. Leider werfen Eltern nach längerer naturheilkundlicher Therapie die Flinte aus Unzufriedenheit ins Korn und geben dem Kind bei entsprechender Symptomatik Psychopharmaka, obwohl sie eigentlich etwas dagegen haben, ihrem Kind bewusstseinsverändernde Drogen zu geben (siehe auch ADS / ADHS und Netzwerk zur Behandlung von Lernstörungen in Nordbayern. Doch mangels Wissen an Alternativen bleibt ihnen kein Ausweg. Vielleicht kann des Lesen dieser Seite zu neuen Perspektiven verhelfen...

Doch auch Beschwerden wie kindliches Rheuma, Hautprobleme, Kopfschmerzen, wiederkehrende Infektionen im HNO-Bereich, Oberbauchbeschwerden bei Schülern, Schlafstörungen, Darmbeschwerden usw. können in der obersten HWS ihren Auslöser besitzen. Die Behandlung der Wirbelsäule kann bei Kindern eine prophylaktische Maßnahme darstellen, um das Risiko für größere Beschwerden in der Zukunft zu minimieren.

Eine Behandlung sollte immer unter einem ganzheitlichen Aspekt erfolgen und sich nicht nur auf einen einzigen Griff zur Korrektur der HWS-Strukturen beschränken. Falls nicht alles aus einer Therapeutenhand empfangen werden kann, muss eben der Besuch mehrerer Heiler ins Auge gefasst werden.
Meiner Einschätzung nach stellt eine Blockade oberer HWS-Strukturen ein einen Störfaktor allerersten Grades im Heilprozess dar. Oder den Schlüssel zum Erfolg, der anderen Therapien erst ihr Wirken ermöglicht.



Weitere, ergänzende Informationen und praktische Tipps gebe ich in der Sprechstunde.

Wichtig:

Inwieweit ich Fragen zu Krankheiten, deren Ursachen und Therapieansätze oder zu mir bekannten Therapeuten in Ihrer Wohnortnähe oder anderswo beantworte, lesen Sie bitte unter Große Bitte nach.
Ich bedanke mich für ihr Verständnis.

Kinder sind nur ein Segen für die Eltern, wenn die Eltern der Segen für die Kinder sind.
(aus Asien)