3 Faktoren sind für die Entstehung von Krankheiten enorm wichtig: 1.) Blockaden des Nervensystems, 2.) Mangelzustände und 3.) Gifte. Daher hinterfrage ich regelmäßig gewisse Erkenntnisse und Wahrheiten der konservativen Medizin, stelle meine eigenen, naturheilkundlichen Überlegungen dazu an und beschreite gerne völlig andere Therapiewege, um Licht ins therapeutische Dunkel zu bringen.

ATLAS-, KOPFGELENKSBLOCKADE

ANATOMISCHE GEGEBENHEITEN

Die Stellung der oberen Halswirbelsäule ist auch abhängig von der Stellung des Kreuzbeins. Die harte Hirnhaut im Rückenmarkskanal (= dura mater spinalis) ist dafür verantwortlich, dass sich Fehlstellungen des Kreuzbeins auf die obere Halswirbelsäule und umgekehrt Blockaden der oberen HWS auf das Kreuzbein (und damit auf die Beckenstatik) auswirken können.
Die harte Hirnhaut ist die Fortsetzung der dura mater cerebri (Hirnhaut im Kopf) ab dem Hinterhauptsloch. Mit ihrer äußeren Schicht ist sie mit mit den Bandscheiben verbunden. Die dura mater endet im Steißbeinsegment 2. Daher ist es verständlich, dass Fehlstellungen im einen Ende der Wirbelsäule sowohl Fehlstellungen am anderen Ende wie auch Probleme im gesamten Bereich der Wirbelsäule hervorrufen können.
Kippt das Kreuzbein zur linken Seite nach unten, hat dies typischerweise folgende Konsequenzen:
  • die linke Beckenschaufel steht tiefer
  • das linke Bein "ist länger"
  • die Lendenwirbelsäule neigt sich nach der linken Seite und muss sich dabei etwas nach hinten verdrehen
  • dieser Verdrehung folgt weiter oben eine kompensatorische Ausgleichsdrehung
  • die Verdrehungen reichen bis in die obere Halswirbelsäule hinein und können dort zu einer Fehlstellung der gesamten HWS führen

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Auswirkungen eines Beckenschiefstandes
Starke Blockaden im Atlasbereich können aber auch Veränderungen der Position der Beckenschaufeln nach sich ziehen. Auch dann erscheint ein Bein länger. Daher sollte nach Möglichkeit immer an beiden Enden der Wirbelsäule justiert werden.

Eine gute Wirbelsäulen- / Beckenkorrektur sollte daher an beiden Enden der Wirbelsäule ansetzen. Mehr Infos über den Übeltäter Kreuzbein und zu dessen bestmöglicher Korrektur später an anderer Stelle.

I m Gegensatz zum Rest der Wirbelsäule besitzt die Halswirbelsäule (HWS) im Gelenk zum Hinterkopf (C0-C1; C ist die Abkürzung für Cervikalwirbel = Halswirbel) und im Gelenk zwischen Halswirbel 1 (= Atlas) und Halswirbel 2 (= Axis) (C1-C2) keine Bandscheiben. Möglich werden Bewegungen des Kopfes wie Drehung, Beugen, Streckung und das Neigen zur Seite durch die besondere Gelenkskonstruktion der oberen HWS-Wirbel und des Bandhalteapparates, der auch eine quer gerichtete Bewegung in den Gelenksflächen der oberen Halswirbel erlaubt.
Die beiden Kopfgelenke (C0-C1 und C1-C2) besitzen die Funktion eines Kugelgelenks, wobei durch das obere Kopfgelenk die Neigung zur Seite und nach vorne/hinten und durch das untere Kopfgelenk Drehung und ebenfalls die Neigung zur Seite und nach vorne/hinten ermöglicht werden. In Zusammenarbeit mit den anderen Gelenken der Halswirbelsäule sind so Drehen, Seitneigen, Beugen und Strecken des Kopfes möglich.

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Der Atlas besitzt aufgrund seiner besonderen Ring-Konstruktion - er besitzt keinen Wirbelkörper im Vergleich zu allen anderen Wirbeln - Gelenksflächen auf den beiden Ringverdickungen. Die Stellung und die Winkel der Gelenksflächen erlauben die besonders flexiblen Funktionen in der oberen HWS. Der Atlas ist Träger des Kopfes. Normalerweise sitzt er in speziellen Aufnahmepunkten des Hinterkopfes mit seinen kleinen und nach oben gerichteten Knöchelchen oder "Zapfen". Diese "rasten" in den Aussparungen am Hinterkopf ein und helfen dabei, den Kopf auf der HWS zu fixieren. In den Atlas hinein ragt der zahnartige Fortsatz (Dens) des zweiten Halswirbels. Durch Beschädigungen im Laufe der Jahre wurde ein Teil des Dens vom Haltestab weggebrochen

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Im Bild sehen wir den ersten Halswirbel von der Hinterkopfplatte gelöst. Im Hinterkopf sind kleine Grübchen, die die Knöchelchen des Atlas aufnehmen und bei korrekter Stellung in Verbindung mit dem Halteapparat den Kopf auf mit der Halswirbelsäule fest verbinden. Zur besseren Darstellung wurden Arterien und Nervenstränge weggeklappt bzw. versteckt.



Die Knöchelchen

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des Atlas sitzen in den kleinen Gruben des Hinterkopfes und fixieren die Hinterhauptsplatte. Diese Position entspricht einem korrektem Atlassitz. Die blutversorgenden Gefäße und die Nervenstränge wurden weggeklappt, um die anatomische Situation besser zeigen zu können. Bei den meisten Menschen ist der Sitz des Atlas nicht korrekt.








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Atlas von der Seite. Die Hinterkopfplatte wurde auch hier nach vorne weggeklappt. Auf dem Bild ist sehr gut zu erkennen, dass in den Querfortsätzen des Wirbels die Arterien nach oben zum Kopf ziehen. Durch starken Ruck oder heftiger Manipulation könnte die Gefahr einer Beschädigung des Gefäßes mit nachfolgenden Einblutungen entstehen. Sehr schön kann man über der Beschriftung "Atlas von der Seite" das Knöchelchen sehen, welches in der Hinterhauptsplatte "einrasten muss".




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Der zweite Halswirbel von vorne. Es ist sehr schön zu sehen, wie der Dens nach oben entspringt im ersten Halswirbel eine Aufnahme findet. Leider hat das Wirbelsäulenmodell im Laufe der Jahre etwas gelitten, weswegen der Dens (Zapfen) des Axis auf der einen Seite Schaden genommen hat. Man kann auch gut erkennen, dass durch die besondere Form und Stellung der Gelenksflächen zueinander rotatorische Bewegungen ermöglicht werden und wie die Arterie durch die Querfortsätze der Halswirbel zieht.

BIOMECHANIK

W ie oben erwähnt besitzt der Axis einen Dorn, welcher in den Atlas hineinragt, und um den sich der Atlas drehen kann. Dabei werden beide Wirbel von einer Bandstruktur (Ligamentum alaria, Ligamentum transversum, Ligamentum apicis dentis, Ligamentum cruciforme, Ligamentum longitudinale, Ligamentum nuchae sowie Membrana atlantooccipitalis anterior und posterior, Membrana tectoria) gehalten; Atlas und Axis sind also nicht starr miteinander verbunden. Während der Bewegungen des Kopfes verändern die beiden Halswirbel ihre Stellung zueinander. Beim Beugen des Kopfes nach vorne bewegen sie sich im Rücken voneinander weg und gehen auseinander, beim Strecken des Kopfes nach hinten wird der Winkel zueinander ganz klein. Neben den Bandstrukturen ist es vor allem die Nackenmuskulatur, welche für die Fixation des Kopfes auf der HWS zuständig ist.

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Axis und Atlas
Anatomische Zeichnungen von Gray.



Das obere Kopfgelenk ist vor allem für die Beugung und Streckung des Kopfes zuständig und erlaubt nur eine geringe Beweglichkeit beim Neigen zur Seite und bei der Rotation. Dieses Gelenk ist wegen seiner knöchernen Führung stabiler als das untere Kopfgelenk, welches eher durch Bänder geführt und gehalten wird. Dafür erlaubt dieses Gelenk zwischen C1-C2 gute Rotationsbewegungen sowie Beugung und Streckung. Miteinander gewährleisten beide Kopfgelenke die gute Beweglichkeit in der oberen HWS und erlauben alle Bewegungen eines Kugelgelenks.
Beim Drehen des Kopfes wird der Winkel der Halswirbel zueinander verändert: Bei einer Drehung des Kopfes zur linken Seite, nähern sich die Wirbel auf der linken Seite einander an und führen dabei eine leichte Drehung nach hinten aus. Dafür müssen sie sich auf der anderen Seite voneinander wegbewegen und öffnen, während sie sich leicht nach vorne drehen. Ebenfalls verschiebt sich der Atlas beim Drehen des Kopfes etwas zur linken Seite hin. Bei Seitneigung führen Atlas und Axis eine zueinander gegenläufige Rotation aus.
Die Beweglichkeit der unteren HWS wird je nach Stellung des Kopfes und der HWS vergrößert oder eingeschränkt. Tiefere Einblicke in diese Zusammenhänge verdeutlicht entsprechende Fachliteratur und will ich in diesem Rahmen nicht näher erläutern.

FUNKTIONSSTÖRUNGEN DER HWS

F unktionsstörungen der HWS entstehen durch Verschiebungen der Wirbel, Schäden am Halteapparat und starken Verspannungen der Muskulatur. Über diese Faktoren können Bewegungseinschränkungen der HWS und über Nerveneinklemmungen und Nervenquetschungen auch starke organische Beschwerden wie Kopfschmerzen, Zahnschmerzen, Sehstörungen, Konzentrationsstörungen, Kiefergelenksbeschwerden, Benommenheit usw. ausgelöst werden. Neben degenerativen Veränderungen sind es in erster Linie Unfälle (z. B. Verkehrsunfälle mit Schleudertrauma, Stürze vom Wickeltisch oder Fahrrad), die für Störungen der HWS verantwortlich sind. Im Laufe des Lebens ist jeder Mensch verschiedensten traumatischen Situationen ausgesetzt. Die erste und mit die gefährlichste ist - so komisch es klingen mag - die Geburt. Schon eine gut gemeinte, vorsichtig ausgeführte "manuelle Nachhilfe" während des Geburtsvorgangs durch leichten Zug am Kopf, um die Austreibungsphase zu beschleunigen, kann dazu führen, dass sich Verschiebungen in der gesamten HWS und besonders der Kopfgelenke zwischen Hinterkopf und Atlas und/oder Atlas und Axis einstellen. Da die Haltestrukturen bei Säuglingen noch nicht fest ausgeprägt sind, können zusätzliche, geburtsunterstützende Maßnahmen wie Saugglocke oder Zange (etwa bei 10% der Geburten) noch viel schneller zu Atlas- und Axisblockaden führen.

A ber auch als "unbedeutende Einwirkungen" eingestufte Ereignisse können wegen des überproportional großen und schweren Kopfes zu Schäden der Haltestrukturen und Wirbelblockaden führen. Nach der Geburt ist der Halteapparat noch viel zu schwach, das Neugeborene kann den Kopf noch nicht einmal richtig heben. Erst mit 3 Wochen ist der Säugling fähig, den Kopf kurz anzuheben. Etwa nach dem dritten Lebensmonat kann das Baby den Kopf erst richtig halten. Gerade in dieser Zeit können durch Unachtsamkeiten Schäden, die später zu massiven Blockierungen führen, an der HWS gesetzt werden.
Welchem Vater und welcher Mutter ist es nicht passiert, dass der Kopf des kleinen Kindes plötzlich weggekippt oder das Kleinkind von der Couch gefallen ist? Das anfängliche Schreien des Kindes führt man gerne auf den anfänglichen Schmerz durch den Sturz zurück. Hört der Säugling auf zu schreien, nimmt am an, dass alles in Ordnung ist, aber dem muss nicht so sein. Die Krafteinwirkung auf die HWS kann die korrekte Stellung der Wirbel und Gelenke gestört haben und in der Folgezeit (Tage bis Jahrzehnte) zu massiven gesundheitlichen Problemen, an denen die verschiedensten Therapeuten sich vergeblich versuchen, führen.

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Kopfschmerz Migräne
In sehr vielen Fällen löst eine Fehlstellung der Halswirbelsäule und / oder Kopfgelenke Kopfschmerz und Migräne auf. Die sich immer stärker aufbauenden Verspannungen und Blockaden werden gar nicht als solche wahrgenommen. Kommt noch eine psychische Belastung oder z.B. hormoneller Stress wie durch die Regelblutung hinzu, bringt dies das Fass zum Überlaufen. Die Tablette kann nicht die Ursachen beseitigen, das Problem muss immer von verschiedenen Seiten beleuchtet werden.
Das Bild zeigt Aura und zickzackförmige Sehstörungen eines Migränepatienten.



Kinder mit Blockaden in der oberen HWS sind nachts oft so genannte "Schreikinder". Es scheint so zu sein, dass Fehlstellungen und muskuläre Verspannungen nächtliche Schmerzen hervorrufen, welche den Schlaf stören und zu den Schreiattacken führen. Erst nach einem Alter von 2 Jahren setzen Kinder lautes Schreien manipulativ ein. Bis zum zweiten Lebensjahr hat lautes Schreien von Kleinkindern immer andere Hintergründe. Ein möglicher Grund: Schmerzen aufgrund von Problemen der oberen HWS.
Ebenso sind es Unfälle - egal ob bei Kindern oder Erwachsenen - mit "gutem Ausgang" (vielleicht auch nur etwas Kopfweh über kurze Zeit), welche unbemerkte Schädigungen an der HWS hervorrufen können. Beispiele: Fall vom Wickeltisch, Sturz vom Fahrrad, Verkehrsunfälle, Sportunfälle mit Sturz auf den Kopf, Fallen vom Baum, heftiges Anschlagen des Kopfes, Stürze beim Schifahren, Kräftige Schläge auf den Kopf (Ballsportarten!), heftig den Kopf anstoßen usw....

J e älter der Mensch ist, um so mehr kann er zwar auf die HWS einwirkende Kräfte über die Stabilität des Halteapparates abfangen, wird aber ab einer bestimmten Krafteinwirkung bleibenden Schäden an der HWS nicht entgehen können. Viele Betroffene klagen dann über langsam oder auch plötzlich einsetzende und trotz aller Behandlungen nicht enden wollende Beschwerden nach einem Verkehrsunfall mit Schleudertrauma oder sonstigen Unfällen.

EXKURS „VEGETATIVES NERVENSYSTEM"

F ür das weitere Verständnis möglicher Auswirkungen von Blockaden der HWS ist es wichtig, zu verstehen, wie der menschliche Organismus gesteuert wird. Deswegen müssen wir uns mit in groben Zügen mit den beiden Komponenten des vegetativen Nervensystems beschäftigen:

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Das Nervensystem
Aufbau des Nervensystems mit Sympathikus (= rote Linien) und Vagus (= blaue Linien). Blockaden der Wirbelsäule können sie Steuerungsimpulse, die über die Nervenbahnen ausgesendet werden, verändern, was zu Störungen der Organfunktionen führen kann.


Der Sympathikus ist der Teil des unwillkürlichen Nervensystems, der den Körper auf "Leistung trimmt", und führt zu Blutdruckanstieg, erhöhter Aktivität des Herzens und der Atmung, zu Pupillenerweiterung, verstärkter Schweiß- absonderung u.a.m.. Gleichzeitig schränkt eine Sympathikusdominanz im Nervensystem die Darmtätigkeit und die Funktion (Abgabe von Sekreten) innerer Drüsen ein.

D er Kontrapart des Sympathikus ist der Vagus (=Parasympathikus) ist zuständig für die Pupillenverengung und Akkomodation (Anpassung), Abgabe dünnflüssigen Speichels und Schweißes, Verlangsamung der Herztätigkeit und der Lungenaktivität, Anregung der Drüsen- und Darmaktivität im Magen-Darm-Trakt. Er ist zuständig für die Entleerung der Blase und des Mastdarms, für die Erektion sowie gefäßerweiternde und schweißhemmende Funktionen.
Diese beiden Teile des vegetativen Nervensystems "konkurrieren" zwar miteinander, aber die Balance zueinander - in den Ruhephasen überwiegt die Funktion des Vagus, in Aktivitätsphasen hat der Sympathikus das Kommando - bewirkt sowohl die Möglichkeit zur Leistung als auch die Herbeiführung notwendiger Erholungs- phasen. Gerät dieses sensible Gleichgewicht aus den Fugen, kann der Vagus sich auch in den Ruhephasen nicht mehr durchsetzen und die vagoton gesteuerten Organfunktionen leiden.

WAS PASSIERT BEI EINER ATLASBLOCKADE / KOPFGELENKSBLOCKADE?

D urch Traumata kann der Atlas aus seinen Aufnahmepunkten am hinteren Schädel wandern. Dabei kann der Atlas etwas zur Seite wandern, leicht kippen und sich noch dabei verdrehen. In der Folge wird der Raum im Ring des Atlas für das Rückenmark kleiner und es kommt zu einem Dauerdruck auf das Rückenmark mit Störungen im sympathischen Nervensystem, wodurch der Organismus auf Dauerhöchstleistung eingestellt wird.
Der menschliche Organismus gerät in eine erhöhte Erregbarkeit des Sympathikus, weswegen das vegetative Nervensystem auf Dauer(höchst)leistung umschaltet und die einzelnen Organe entsprechend aktiviert oder sediert (beruhigt).
Mögliche Symptome eines Sympathikusstresses (=Sympathikotonie):

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Blutdruckmessung
Atlasblockaden mit Aktivierung des Sympathikus können den Blutdruck ansteigen lassen. nach Unfällen mit Einwirkungen im Hals- und / oder Kopfbereich ist eine Korrektur der Fehlstellungen daher empfehlenswert. Vor allem der zweite Wert sollte niedrig sein, denn er gibt an, welcher Druck nach der Erschlaffung des Herzens im Gefäßsystem als Grundbelastung vorhanden ist.

  • Blutdrucksteigerung
  • Ohrgeräusche
  • Störungen des Gedächtnisses, der Konzentration und Merkfähigkeit
  • psychische Störungen bis hin zu Depressionen
  • Herzattacken bis hin zu Rhythmusstörungen des Herzens
  • gestörte Darmtätigkeit mit Verminderung der Aufnahme von Vitaminen, Mineralien, Spurenelementen, Fettsäuren und Aminosäuren, was zu enormen Stoffwechseleinschränkungen und zu Folgeerkrankungen führen kann
  • Schlafstörungen
  • Störungen des vegetativen Nervensystems (Schweißregulation, Verdauungsstörungen....)
  • Gereiztheit und Empfindlichkeit gegen äußere Reize
  • starke Empfindlichkeit gegen Sinnesreize
  • kalte Hände und/oder Füße
  • Störungen der Temperaturregulation
  • Irritationen des Hormonhaushaltes
  • Störungen der Blutverteilung (Gesicht sehr blass)
  • Sehstörungen mit wechselnder Intensität – der Augenarzt kann aber nichts finden
  • usw......
Doch die wenigsten Therapeuten bringen Erkrankungen wie
  • Multiple Sklerose (Erkrankung des Nervensystems),
  • Colitis ulcerosa,
  • Morbus Crohn (beides entzündliche Darmerkrankungen),
  • (chronische) Kopfschmerzen, Migräne,
  • hormonelle Störungen,
  • Allergien,
  • Eiweißunverträglichkeiten,
  • Schwindel,
  • Ohrgeräusche,
  • Skoliose,
  • Beckenprobleme,
  • Morbus Parkinson,
  • Morbus Alzheimer,
  • Neurodermitis,
  • wiederkehrende HNO-Infektionen (Hals, Nase, Ohren),
  • Schuppenflechte,
  • chronische Verdauungsschwäche und Darmprobleme,
  • Augenprobleme und auch
  • viele andere Erkrankungen mit einer Atlasblockade in Zusammenhang.

Daher erfolgt die Behandlung meist nicht kausal in Form einer Lösung der Atlasblockade sondern mit symptomunterdrückenden Pharmaka.

Bei vielen der oben genannten Symptome oder Erkrankungen ist ein Vitalstoffmangel (Vitamine, Spurenelemente, Mineralien, Aminosäuren, Fettsäuren) aufgrund einer gestörten Darmtätigkeit auslösender Faktor. Nimmt der Darm z.B. zu geringe Mengen des Spurenelementes "Zink" auf, kann nicht genügend Vitamin B6 in seine stoffwechselaktive Form gebracht werden.
Damit entwickelt der Körper Defizite in der Verstoffwechselung von Eiweißen und Kohlenhydraten. Läuft die Zerlegung der Eiweiße nicht richtig ab, kann die Bildung der Neurotransmitter für das Gehirn nicht richtig ablaufen. ADS-/ADHS-Symptome können erscheinen und nur über eine Blockade der Kopfgelenke/oberen HWS ausgelöst sein.
Vitamin B6 ist Bestandteil vieler Enzyme. Stoffwechselprozesse werden von Enzymen angeregt und laufen über chemische Reaktionen ab. Ein Enzym ermöglicht die Stoffwechselkaskade, wird dabei aber selbst nicht zerstört. Über Enzyme werden Stoffe gebildet oder auch abgebaut. Allergie auslösendes Histamin (von Heuschnupfen Geplagte wissen, wovon ich rede) wird über die Enzyme Mono- und Diaminooxidase im Darm abgebaut. Ein Vitalstoffmangel aufgrund einer Kopfgelenksblockade mit Darmfunktionsstörungen bringt folgende dramatische Kettenreaktionen in Gang:
  • Fehlt Zink, kann Vitamin B6 nicht in seine aktive Form überführt werden;
  • zu wenig B6 bedeutet eine zu geringe Aktivität der Enzyme Mono- und Diaminooxidase;
  • dies bedeutet, dass zu wenig Histamin im Darm abgebaut wird.
J etzt entwickelt der kopfgelenksblockierte Patient allergische Symptome, die allerdings nicht aufgrund einer echten Allergie entstehen, sondern wegen des Überangebots an Histamin aufgrund eines Zink-/Vitamin B6-Mangels nur vorgetäuscht sind.

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Geschwürige Darmentzündung
Die Schleimhaut ist schon chronisch gerötet und zeigt eine entzündliche Tendenz. Über Veränderungen des Vitaminhaushaltes, des Säuregrads im Darm und eine schlechte Darmkeimbesiedelung sind Störungen der Schleinhaut des Darm möglich. All diese Prozesse können von einer Blockade des Atlas ausgelöst werden.



Aber wer kommt schon auf den Gedanken, dass allergische Symptome über eine Blockade der Kopfgelenke ausgelöst ein können? Hätten Sie das erwartet? Wer kommt schon auf den Gedanken, dass das Gefühl des 'Ausgepowertseins' (gestörte Vagusfunktion = gestörte Darmaktivität = verringerte Aufnahme von Vitalstoffen) und der unerquickliche Schlaf über eine Kopfgelenksblockade ausgelöst werden können? Infos zur Wichtigkeit von Vitalstoffen wie Vitamine, Spurenelemente, Fettsäuren, Mineralien und Aminosäuren finden sie auf der Seiten zur Orthomolekularen Medizin und ADS/ADHS und Legasthenie.

Durch eine Verdrehung oder Verkantung der Wirbel der unteren HWS kann die in den Querfortsätzen verlaufende Blutversorgung des Gehirns dauerhaft eingeschränkt werden. Gleiches trifft bei einer Blockade in den Kopfgelenken zu. Die Blutversorgung des Gehirns kann dann bei Drehungen des Kopfes noch zusätzlich hochgradig vermindert werden, weswegen Betroffene bei bestimmten Bewegungen schnell über Schwindel klagen. Wegen einer verringerten Nährstoff- und Sauerstoffzufuhr auf dem Blutweg leiden Gedächtnisfunktionen mit Störungen im Kurzzeit-, Langzeitgedächtnisses, Konzentration (ADS, ADHS) und aufgrund gestörter Stoffwechselprozesse gerät das Gehirn in ein Neurotransmitterdefizit mit Auswirkungen im psychischen Bereich (z.B. Depressionen, Aggressionen, Stimmungswechsel, Schizophrenie, Psychosen...).

UNFÄLLE - GOTT SEI DANK, NICHTS PASSIERT -
ABER SPÄTER KANN ES DICK KOMMEN!

I In den Anamnesegesprächen (Anamnese = Erhebung der Vorgeschichte der Beschwerden) zeigt es sich, dass länger zurückliegende Unfälle häufiger Grund einer Atlasblockade sind. Der Verlauf der Beschwerden ist typisch: Anfangs hat man leichte Beschwerden, misst dem aber keine Bedeutung bei, weil man nach relativ kurzer Zeit wieder schmerzfrei ist oder gar keine richtigen Schmerzen verspürt hatte. Oft wird die Verbesserung des Zustandes mit Krankengymnastik, Physiotherapie und Hilfsmitteln (Halskrause) innerhalb kurzer Zeit erreicht. Jedoch bedeutet das Verschwinden der Symptomatik nicht, dass auch die Unregelmäßigkeiten/Störungen/Schäden der HWS behoben sind. Diese bleiben allerdings symptomlos weiter bestehen und besitzen die Tendenz, sich im Laufe der Zeit immer mehr zu verschlimmern.
Nach einigen Jahren erscheinen langsam Beschwerden, die allerdings NICHT MIT DER WIRBELSÄULE IN ZUSAMMENHANG gebracht werden. Folglich werden sie erst mit Medikamenten sowohl der konservativen als auch der naturheilkundlichen Medizin mit wechselndem Erfolg behandelt. Erst wenn sich starke, evtl. chronische Beschwerden im Kopfbereich einstellen, beginnt man, an die Wirbelsäule als Auslöser allen Übels zu denken.

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Atlasfehlstellung
Nach einem Autounfall stellte sich bei diesem jungen Mann eine Atlasfehlstellung ein. Der Atlas war zur rechten Seite verschoben, weswegen auch das rechte Ohr etwas höher steht, wie auf dem Bild sehr schön zu sehen ist. Die schiefe Haltung des Kopfes fiel dem jungen Mann selbst auf. Er versuchte bewusst, den Kopf normal zu halten.


Aber nicht jeder Therapeut erkennt die Wirbelsäule als Krankheitsauslöser an (siehe "Fall aus der Praxis"). Daher kann das Martyrium der Beschwerden noch längere Zeit nur mit Medikamenten gebessert werden, wenn der Betroffene nicht seinem Gefühl vertraut und den gut gemeinten (aber leider falschen) Empfehlungen des Behandlers Folge leistet und auf manuelle Therapien der Wirbelsäule verzichtet. Meist besitzen Frauen einen 7. Sinn und spüren, woher die ganzen Beschwerden ausgelöst werden......

O ft sind es eben die lange zurückliegenden Begebenheiten und Unfälle, denen man gar keine große Bedeutung zugemsessen hatte, die für eine Blockade der Kopfgelenke verantwortlich sind. Viele Betroffene haben sogar Verkehrsunfälle vergessen; an die Blessuren der frühen Kindheit kann man sich sowieso nicht erinnern. Öfters höre ich im zweiten Termin: "Da war übrigens doch ein Unfall....." Und sehr oft ist der zeitliche Zusammenhang zwischen Trauma und Auftauchen der Beschwerden erkennbar. Eine Behandlung mit physiotherapeutischen Methoden und/oder orthopädischen Hilfsmitteln mit dem Erfolg des Ausbleibens weiterer Beschwerden ist kein Garant für eine Beseitigung des Grundes der gesundheitlichen Probleme.
Die auf die HWS einwirkenden Kräfte werden unterschätzt. Der Umweltmediziner Kuklinski, Rostock, berichtet in einem sehr schönen Beispiel, dass bei einem Fall aus einer Höhe von 2,60m auf den Kopf (Kopfgewicht 4,5 kg) die gleiche Energie auf den Kopf einwirken würde, wenn ein PKW mit etwa 105km/h frontal gegen die Wand fährt.
Die Kraft, die auf den Querschnitt der HWS einwirkt, ist etwa 7-mal größer beim Sturz aus einer Höhe von 2,60m als beim Unfall frontal gegen die Wand. Der Grund liegt in der großen Knautschzone der KFZ. Hält man sich diese Tatsache vor Augen, kann man sich leicht vorstellen, welche tragische Konsequenzen ein Unfall im Säuglings- (der Halteapparat ist noch nicht sehr fest!) oder Kindesalter haben kann, auch wenn keine direkt sichtbaren Beschwerden danach auftreten!

LÖSUNG EINER ATLASBLOCKADE

B ei einer Atlasblockade finden sich immer Wirbelblockaden, Wirbelverschiebungen und muskuläre Verspannungen. Ein äußeres Zeichen des Syndroms ist eine Verschiebung des Sitzes des Hinterkopfes. Die Seite der stärker verspannten Hals- und Hinterkopfmuskulatur steht oft tiefer und die Haltung des Kopfes wird oft mit einer unbewussten Schiefhaltung des Kopfes korrigiert.
Auf dem Bild ist sehr schön zu sehen, dass bei an den Hinterhauptsschuppen angelegten Fingern der Abstand auf der linken Körperseite größer ist. Parallel dazu ist meist der Atlas auf einer Seite besser tastbar (unterhalb des Ohres zwischen Kieferwinkel und Mastoid, der nach unten spitz zulaufende Knochen hinter dem Ohrloch) und auch recht schmerzempfindlich bei Berührung.
Bei den meisten Menschen zeigt sich folgender Befund:
  • Das rechte Bein ist kürzer
  • Die rechte Schulter steht tiefer
  • Der zweite Halswirbel (Axis) ist nach vorne verdreht und nach links verschoben
  • Der erste Halswirbel ist nach links verschoben, verkantet und nach links unten gekippt.
  • Die vorderen Halsgefäße sind auf der linken Seite etwas geschwollen.
D ie Muskulatur im hinteren Halsbereich ist typischerweise stark verspannt. Daher sollte vor einer Korrektur eine Verspannung der Muskulatur durch Massage, Triggerpunktbehandlung, vorbereitende Lockerung der Kopfgelenke oder auf andere Weise gelöst werden. Die eigentliche Reposition der verschobenen Wirbel erfolgt in mehreren Einzelschritten, wobei immer die komplette HWS (und Brustwirbelsäule, Becken!) gerichtet werden sollte. Eine isolierte Behandlung eines der ersten beiden Halswirbel bzw. nur der beiden ersten Wirbel sollte meiner Ansicht nach nicht erfolgen, da aufgrund der Verbindung der Dura Mater (siehe weiter oben) eine gegenseitige Beeinflussung stattfindet.

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Atlasfehlstellung
Verschobene HWS einer jungen Frau. Der Hinterkopf "saß nicht mehr richtig" auf der HWS.


Die Repositionierung fehlstehender Wirbel über chiropraktische Techniken ist normalerweise sicher und für Betroffene jeglichen Alters (sofern keine Kontraindikationen vorliegen) geeignet. Zu Unrecht wurde die Chiropraktik (griechisch: chiros= die Hand, Praxis=Ausübung, also eine Therapie, die mit der Hand ausgeübt wird) in den letzten Jahren als gefährliche Therapie abgestempelt.
Wie in allen Bereichen hat sich die Chiropraktik in den letzten Jahrzehnten enorm weiterentwickelt und sehr sichere Grifftechniken für den "gefährlichen" Bereich der oberen HWS geschaffen. Die Reposition ist in manchen Fällen mit einem Knacken verbunden, aber normalerweise völlig ungefährlich. Die Chiropraktik ist im Laufe von Jahrtausenden entstanden. Wenn sie wirklich so gesundheitsschädigend wäre, wie teilweise behauptet wird, wäre sie als Heilverfahren schon lange verschwunden.

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Daniel David Palmer, USA (1845-1913)
Begründer der Chiropraktik. Palmer kurierte den Pförtner Harvey Lillard am 18. September 1895 von seiner Schwerhörigkeit, die nach anstrengender Arbeit erschienen war, indem er den fehlstehenden Halswirbel durch Druck am Querfortsatz wieder in seine korrekte Position brachte.



D ie gut gemeinten Warnungen vor chiropraktischen Anwendungen sind entstanden, weil ein "Uraltgriff" zu Verletzungen geführt hat. Die Anwendung des verletzungsträchtigen Griffes ist ungefähr wie folgt: Der Therapeut steht hinter dem Patienten und fixiert den Kopf am Kinn mit dem Ellbogen seines abgewinkelten Armes und dreht den Kopf zur einen Seite, um Schwung zu holen. Dann wird der Kopf mit Tempo zur anderen Seite maximal gedreht und dabei nach oben gezogen.
Dabei kann es passieren, dass der Kopf über den maximalen Bewegungsspielraum hinaus gedreht wird. Dieser Griff aus frühen Jahren erlaubt zwar die gleichzeitige Korrektur aller Halswirbel in einem Arbeitsgang, birgt aber die Gefahr, dass blutversogende Gefäße in der Halswirbelsäule einreißen und zu Einblutungen ins Gewebe führen. Eins so ausgelöste Minderdurchblutung des Gehirns kann das Absterben einzelner Gehirnzellen, ganzer Gehirnareale (Gehirnschlag = Apoplex) und sogar den Tod zur Folge haben. Die Korrekturgriffe moderner Chiropraktik werden alle innerhalb des Rahmens des physiologischen Bewegungsmaximums durchgeführt und sollten daher kein Verletzungsrisiko beinhalten.

WÄHREND UND NACH EINER ATLASKORREKTUR

S chon während einer Behandlung treten bei den meisten Personen Veränderungen auf. Neben dem Gefühl, dass es "da oben entspannter ist" zeigt sich öfters ein langsam einsetzendes Kribbeln, welches in Armen, Beinen oder auch im ganzen Körper auftreten kann.
Nach vollzogener Atlaskorrektur können sich bedeutende Veränderungen im Befinden einstellen: Schwindel kann plötzlich verschwinden, Ohrgeräusche werden leichter, Geist und Sehen werden spontan klarer und vor allem zeigt sich eine gelungene Korrektur in einer Lösung des Engegefühls im oberen Kopfbereich.
Patienten berichten immer wieder über ein plötzliches, weites Gefühl im Oberkopf vor allem bei der ersten Korrektur. Öfters höre ich auch Bemerkungen wie "ich bin jetzt richtig müde, ich könnte jetzt einschlafen" - meist begleitet von einem tiefen Gähnen. Diese Reaktion ist ein wunderbares Zeichen, denn nach der Lösung des Sympathikusstresses gönnt sich der überforderte Organismus eine Erholungspause.

D ie Querfortsätze des Atlas sind normalerweise beidseits gleichmäßig gut spürbar und die Empfindlichkeit des Querfortsatzes der blockierten Seite ist typischerweise so gut wie verschwunden. In den folgenden Wochen empfiehlt sich eine Nachbehandlung an muskulären Strukturen mit Kontrolle der Atlasposition. Der Grund liegt in einer starken Verfestigung muskulärer Strukturen während der Zeit (im schlimmsten Falle von Geburt an) der Atlasfehlstellung.

NOTA BENE:

S chon vor der eigentlichen Atlaskorrektur sollte eine Korrektur eines Beckenschiefstandes erfolgen, denn über die harte Hirnhaut, die so genannte Dura mater, sind Becken und obere HWS fest miteinander verbunden (siehe oben). In der Osteopathie bzw. Cranio-Sakral-Therapie wird diese Verbindung als cranio-sacrales-System bezeichnet (Cranium = Schädel; os sacrum = Kreuzbein im Becken). Ein Beckenschiefstand kann nach diesem System eine Verschiebung der Atlas erzwingen und umgekehrt.

Ebenso sollte vor der Atlaskorrektur ein Einrichten der Brust- und Lendenwirbelsäule erfolgen, da Probleme der Wirbelsäule sich bis in den Hals fortsetzen. Eine gut aufgerichtete Brustwirbelsäule ist eine gute Basis für eine richtig funktionierende Halswirbelsäule. Infos zur manuellen Therapie von Becken, Brust- und Lendenwirbelsäule gibt es auf den Unterseite Manualtherapie der Wirbelsäule E ine chiropraktische Studie ergab eine Quote von 80% atlasluxierter (luxiert = verrenkt) Kinder bis zu einem Alter von 6 Jahren. Wenn man bedenkt, dass aufgrund vieler kleiner Unfälle bei fast jedermann im Laufe des Lebens mehr oder weniger starke Kräfte auf die HWS einwirken, scheint es realistisch, dass schätzungsweise 95% der Bundesbürger im Bereich der Kopfgelenke und Atlas/Axis luxiert sind!
Trotz erfolgreicher Korrekturen und regelmäßiger Nachbehandlung zeigt sich bei manchen Personen das Phänomen, dass die Korrekturen im Beckenbereich und hoch bis zur Halswirbelsäule recht gut (wenn auch nicht vollständig) halten, die HWS selbst jedoch immer wieder starke Wirbelblockaden aufweist. Der Grund hierfür ist dann oft in einem fehlstehenden Biss zu finden. Mehr hierzu auf der Unterseite Kiefergelenksbeschwerden.

EIN FALL AUS DER PRAXIS

E ine junge Frau suchte mich wegen immenser Schwindelschübe auf. Diese waren mit Kopfschmerzen, Kopfdruck, schwachen Beinen, einer totalen Schwächesymptomatik und auch einer sehr starken Kraftlosigkeit im Kopfbereich verbunden, weswegen der Kopf dauernd nach vorne fiel. In den letzten Monaten hatte sich die ganze Symptomatik drastisch verschlimmert. Die junge Frau magerte dramatisch ab, war nur noch Haut und Knochen und im Gesicht weiß wie eine Wand. Sie litt unter heftigster Übelkeit.

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Atlas - Fehlstand
Die Aufnahme zeigt einen Fehlstand des Atlas. Der Abstand auf der rechten Seite um zweiten Halswirbel ist deutlich größer. Der Dens des Axis, um den sich der erste Halswirbel dreht, ragt in den Atlas hinein.
Die Aufnahme wurde von vorne durch den Mund gemacht, um die Strukturen gut darstellen zu können, ist aber nicht von der Dame im links beschriebenen Fall.
Ich bedanke mich bei Frau B.B., die der Veröffentlichung ihrer Aufnahme spontan zugestimmt hat, und weise darauf hin, dass dieses Bild dem Copyright© unterliegt.

Trotz eingehendster klinischer Untersuchungen konnte keine Ursache für den Schwindel gefunden werden. Ein noch junger Assistenz-Klinikarzt meinte, es könnte vielleicht von der Wirbelsäule kommen; er wurde von seinen erfahreneren Kollegen „überstimmt®, denn diese meinten, das sei unmöglich. Da alle in Frage kommenden Möglichkeiten für den Schwindel diagnostisch ausgeschlossen worden waren, erhielt die Frau eine Einweisung ins Bezirkskrankenhaus, weil man psychosomatische Hintergründe für den stetigen Schwindel vermutete. Dagegen sträubte sich die junge Dame heftigst, weil sie ihrer eigenen Einschätzung nach psychisch völlig in Ordnung sei.

B eim Betreten des Sprechstundenraumes entstand bei mir aufgrund heftigster zuckender Bewegungen der Arme und Beine der Eindruck, die junge Frau würde in einen epileptischen Anfall hineinrutschen. Doch sie beruhigte mich, das käme alles vom Schwindel, sie hätte sich schon in der Gewalt und ich müsse keine Angst haben.
Die Befragung zeigte: Der Grund der Beschwerden war ein Autounfall vor etwa 10 Jahren. Dabei erlitt sie einen doppelten Herzstillstand und auch Brüche im Rippen- und Beinbereich. Beim Aufschlagen auf das Lenkrad des Autos brachen 2 Zähne ab und sie trug dabei dabei eine tiefe Platzwunde auf der Stirn davon. Durch den Auffahrunfall und das Aufschlagen auf das Lenkrad wirkte also eine heftige Kraft auf die Halswirbelsäule ein.
Diagnosen: Beckenverwringung mit Beilängendifferenz und starken muskulären Verspannungen im Beckenbereich; eine heftige Skoliose mit Scheitelpunkt zwischen den Schulterblättern mit Verspannungen der Muskulatur; der Übergang zwischen Brust- und Halswirbelsäule war nicht in Ordnung. Die HWS wies eine Steilstellung der Wirbel mit massivst verhärteter Muskulatur und eine Blockade im Atlasbereich auf.
  1. Behandlungstermin: Korrektur der Beckenverwringung und Skoliose mit Lockerung der muskulären Strukturen; Korrektur der BWS und der unteren HWS, Lockerung des muskulären Apparats und vorsichtige Korrektur der oberen HWS im Bereich von Atlas und Axis. Nach der Therapie fühlte sich die junge Frau besser und bekam plötzlich Appetit.
  2. Behandlungstermin: Am Tag darauf. Ein Wirbel zwischen den Schultern war wieder rausgerutscht und hatte heftigste Schmerzen und Übelkeit verursacht. Korrektur der Beckenstatik, der Brust- und Lendenwirbelsäule sowie der HWS mit Lösung der Atlasblockade. Nach der Therapie entwickelte sich wieder ein Hungergefühl. Die Freundin wurde in die Korrektur der Brustwirbelsäule eingewiesen.
  3. Behandlungtermin: 3 Tage nach dem letzten Termin. Es ging ihr ganz schlecht mit Durchfall und Magenkrämpfen, aber der Schwindel war besser. Der verrutschte Wirbel der BWS war für die Beschwerden im Magen- und Darmbereich verantwortlich. Die Korrektur brachte sofortige Besserung und ließ wieder spontanes Hungergefühl aufkommen. Die HWS zeigte wieder eine Steilstellung und wurde komplett korrigiert. Der oberste HWS-Bereich war nicht mehr stark betroffen.
  4. Behandlungstermin: Zweieinhalb Wochen später. Die junge Dame konnte jetzt ganz normal laufen. Ihre Stimmung war bestens. Nach ihren eigenen Worten geht es ihr gut, nur beim Heben schwerer Dinge habe sie leichte Probleme. Der Schwindel ist praktisch weg. Nochmalige Behandlung der gesamten HWS und der muskulären Strukturen.
  5. Behandlungstermin: 10 Wochen später hatte sie leichte Rücken- und Hüftschmerzen, der Schwindel war immer noch ganz deutlich besser und belastete die junge Frau nicht. Das Einschlafen der Fingerspitzen deutete auf starke Verspannungen der Brustwirbelsäule und des Nackenbereichs hin. Die HWS wies eine leichte Steilstellung und Muskelverspannungen auf, der Atlas befand sich in guter Position.


In der Zwischenzeit hat sie auch ihr Versprechen bei ihren FreundInnen eingelöst und die "Gesundung von ihren Beschwerden" mit einem Fest gefeiert. Das Bezirkskrankenhaus und die "Klapse" wie sie es flapsig nannte, hatte sie nie aufsuchen müssen. Die Klinikärzte wurden von ihr über die Wirbelsäulenproblematik als Krankheitsursache schriftlich informiert.



Auf der Seite mykopfgelenkblockade können sie anhand eines Patientenberichts nachlesen, welche Nachforschungen und Anstrengungen Herr Struck als Betroffener unternommen hat, um seine Beschwerden los zu werden.

Mein Behandlungsansatz:

In den allermeisten Fällen behandle ich nach vorhergehender Lockerung der Muskulatur und Gewebe mit einem speziellen Tiefenwärme-Licht mit der Bowen / NST, um dem Körper einen lang anhaltenden Impuls zur Neustrukturierung zu geben. Anschließend korrigiere ich mit modernen, ungefährlichen und sanften chiropraktischen Ansätzen der Amerikanischen Chiropraktik bzw. Chiropraktik nach Dr. Ackermann oder mit der Chiropraktik aus dem Shaolin-Kloster, wenn ich eine Fehlstellungen des knöchernen Apparats vorhanden sind.



Weitere, ergänzende Informationen und praktische Tipps gebe ich in der Sprechstunde.

Wichtig:

Inwieweit ich Fragen zu Krankheiten, deren Ursachen und Therapieansätze oder zu mir bekannten Therapeuten in Ihrer Wohnortnähe oder anderswo beantworte, lesen Sie bitte unter Große Bitte nach.
Ich bedanke mich für ihr Verständnis.

Der Schmerz ist als Antrieb zum Handeln ebenso wirksam und wertvoll wie die Freude, denn wir betätigen unsere Kräfte ebenso gern zur Vermeidung des ersteren wie zur Erreichung der letzteren.
(John Locke)